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Projekte mit regionalem Bezug

Das magische Dreieck der lokalen Ordnung und Perspektiven für eine lokale Wende in der Friedensbildung im kirgisischen Fergana Tal

Empirische Analyse und Hochschulkooperation

Projektverantwortung/Kontakt: Dr. Anna Kreikemeyer

Projektbeschreibung: Seit den gewaltsamen Unruhen in Osh in 2010, haben externe Akteure mehrfach versucht, im Fergana Tal in Kirgisistan Frieden zu schaffen und die Gesellschaft zu versöhnen. Die Bemühungen konnten leider keine nennenswerten Ergebnisse erbringen aufgrund der unangemessenen Implementierung universalistischer liberaler Konzepte, die von der Realität vor Ort losgelöst sind. Local Turn entwickelte einen analytischen Rahmen, um die Friedensvermittlung auf lokaler Ebene in post-Konflikt Gesellschaften zu konzeptualisieren. Das Projekt beschäftigte sich mit den Perspektiven für einen Local Turn im Fergana Tal. Die Volkswagen Stiftung förderte eine Erkundungsmission in Kirgisistan (Oktober 2014). Der fertige Projektantrag wurde abgelehnt.

Laufzeit: 2014

Finanzierung: VolkswagenStiftung

Partner: Dr. Irina Chernykh, KISI Astana, Kasachstan, Dr. Azamat Temirkulov, American University of Central Asia, Bischkek  Kyrgyzstan

Publikationen: Hojiev, Khushbakt/ Kreikemeyer, Anna. 2016. “Everyday Peace” in Jabbor Rasulov, Tajikistan. Local Social Order and Possibilities for a Local Turn in Peace Building, in: Catherine Owen/ Shairbek Juraev/ John Heathershaw (eds.), Conflict Management after Empire in Eurasia: beyond the Liberal Peace,  London. (under review).

Widersprüchliche Staatsbildung: Kasachstans konservative Modernisierung

Kontakt: Dr. Wolfgang Zellner

Projektbeschreibung: Die Dissertation untersucht die Frage, wie sich der in Kasachstan beobachtbare, persistente Widerspruch zwischen patrimonial-bürokratischer Staatlichkeit einerseits und einem starken Moderni­sierungs- bzw. Rationalisierungsimpetus andererseits erklären lässt. Das Projekt konnte erstmalig eine theoriegeleitete und empirisch fundierte Analyse der konservativen Modernisierung in Kasachstan vorlegen, mit der der Widerspruch zwischen patrimonial-bürokratischer Staatlichkeit und Teilmodernisierung verbunden ist.

Laufzeit: 2007-2013

Finanzierung: DAAD, Friedrich-Ebert-Stiftung, IFSH-Förderverein

Bearbeiter: Dr. Sebastian Schiek

Publikationen: Schiek, Sebastian. 2014. Widersprüchliche Staatsbildung - Kasachstans konservative Modernisierung. Demokratie, Sicherheit, Frieden 212. Baden-Baden: Nomos.

Multilaterale Zusammenarbeit in und mit Zentralasien

Wechselseitige Anpassungs- und Lernprozesse in den Kooperationsbeziehungen zwischen der EU und ADB sowie den zentralasiatischen Staaten

Kontakt: Dr. Wolfgang Zellner

Projektbeschreibung: Das Dissertationsvorhaben hatte zum Ziel, anhand von drei Fallbeispielen die Wirkungen bzw. die Wirkungsmöglichkeiten externer Akteure auf die regionale Kooperation in Zentralasien zu untersuchen. Es beschäftigte sich explizit mit dem Engagement der ausgewählten internationalen Organisationen zur Förderung regionaler Kooperation in Zentralasien. Aufgrund der bisher gemischten Bilanz dieses Engagements und der weiterhin ambivalenten Beziehungen zwischen den zentralasiatischen Staaten, ging die Untersuchung der Frage nach, ob und wenn ja, wie es den internationalen Organisationen möglich ist, auf die Kooperationsprozesse in Zentralasien einzuwirken.

Laufzeit: 2009-2013

Finanzierung: DAAD/OSI-Stipendium (2009-2011)

Bearbeiterin: Dr. Elena Refec, geb. Kulipanova

Publikationen: Kulipanova, Elena. 2013. Regional cooperation, external actors and power relationships in Central Asia. The cases of the Asian Development Bank and the EU. Demokratie, Sicherheit, Frieden. Baden-Baden: Nomos Verlag.

Russlands Ukraine-Politik vor dem Hintergrund des Wettbewerbs zwischen Russland und dem Westen

Bearbeiterin / Kontakt: Dr. des. Elena Kropatcheva

Projektbeschreibung: Diseses Dissertationsprojekt untersuchte Russlands Politik zur Ukraine, Motive für ihr Verhalten, ihre Handlungen und deren Ergebnisse. Der Fokus lag zum Einen auf dem Sicherheitsbereich, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Wettbewerb zwischen Russland und der NATO; zum Anderen auf der Wirtschaft, mit dem Schwerpunkt auf dem Wettbewerb zwischen Russland und der EU. Die Dissertation gibt einen Überblick über verschiedene Faktoren, welche die Russland-Westen-Ukraine-Beziehungen beeinflussen.

Laufzeit: 2004-2010

Finanzierung: Friedrich-Naumann-Stiftung (2004-2007), IFSH

Publikationen: Kropatcheva, Elena. 2010. Russia’s Ukraine Policy against the Background of Russian-Western Competition. Demokratie, Sicherheit, Frieden 201. Baden-Baden: Nomos Verlag.

Power-sharing-Modelle für fragmentierte Gesellschaften

Der Einfluss des Rahmenabkommens von Ohrid auf die Konfliktstruktur und das politische System der Republik Makedonien (Juni 2005 - Mai 2009)

Kontakt: Dr. Wolfgang Zellner

Projektbeschreibung: Der friedliche Transformationsprozess des jugoslawischen Nachfolgestaates Makedonien wurde 2001 durch einen scheinbar unerwarteten interethnischen Konflikt herausgefordert. Der bewaffnete Konflikt zwischen albanischen Aktivisten und makedonischen Sicherheitskräften wurde mit der Hilfe von internationalen Kräften durch das Rahmenabkommen von Ohrid vom August 2001 beendet. Das Dissertationsprojekt analysiert den Power-sharing-Ansatz des Abkommens und seine Auswirkungen auf die makedonische Gesellschaft und den makedonischen Staat.

Laufzeit: 2005-2009

Finanzierung: DSF (2005-2007), IFSH (2007-2009)

Bearbeiterin: Dr. Merle Vetterlein

Publikationen: Vetterlein, Merle. 2010. Konfliktregulierung durch power-sharing-Modelle: das Fallbeispiel der Republik Makedonien. Baden-Baden.

Peacebuilding-Dynamiken und das Ringen um Local Ownership in Nachkriegs-Kosovo

Kontakt: Dr. Wolfgang Zellner

Projektbeschreibung: Die Studie konzentriert sich auf die Analyse internationaler Peacebuilding-Maßnahmen in gespaltenen Gesellschaften unter UN-Interimverwaltung in Bezug zu zentralen Local Ownership-Aspekten und verwendet dabei ein 3-schrittiges Analyseverfahren. Am Beispiel von Peacebuilding-Maßnahmen internationaler Organisationen wie der UN, OSZE, EU, NATO und diverser NGOs wird der Analyserahmen auf fünf Schlüsselbereiche des Peacebuilding angewandt, nämlich auf die Bereiche Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Wiederaufbau und Versöhnung.

Laufzeit: 2004-2009

Finanzierung: DSF

Bearbeiter: Jens Narten

Publikationen: Narten, Jens. 2010. Widersprüche und Dilemmata des Internationalen Peacebuilding am Beispiel des Kosovo. Dissertationsschrift an der Leibniz-Universität Hannover. Hannover.

Medienhilfe als Instrument externer Demokratieförderung

Motive, Ziele und Implementierungsstrategien internationaler Akteure in Bosnien-Herzegowina und Kosovo

Kontakt: Dr. Wolfgang Zellner

Projektbeschreibung: Die Schlüsselfragen des Projektes betreffen die spezifischen Interessen der externen Medienhilfe-Akteure in Bosnien-Herzegowina und Kosovo. Welche Strategien und welche Medienkonzepte leiten ihre Tätigkeit? Das Dissertationsprojekt möchte die treibenden Faktoren für externe Medienhilfe identifizieren und eine erste Grundlage für eine mögliche Evaluierung der Medienhilfe-Maßnahmen liefern. Das Projekt ist ein Beitrag zum übergeordneten Forschungskontext über Sicherheit durch Demokratieförderung externer Akteure.

Laufzeit: 2004-2008

Bearbeiterin: Dr. Friederike von Franqué, geb. Gräper

Publikationen: Von Franqué, Friederike. 2008. Medienhilfe als Instrument der Außen- und Sicherheitspolitik. Ziele, Motive und Implementierungswege internationaler Akteure in Bosnien-Herzegowina und Kosovo. Wissenschaftlicher Verlag Berlin.

Aufbau einer friedenserhaltenden Dialoglinie über die Zusammenarbeit und Koexistenz der Kulturen und Zivilisationen im OSZE-Raum

Projektverantwortung / Kontakt: Dr. Arne Seifert, Dr. Anna Kreikemeyer

Projektbeschreibung: Im Verhältnis säkularer Kräfte zum politischen Islamismus verdient das "Modell Tadschikistan" besondere Beachtung. Hier hat die Partei der islamischen Wiedergeburt nach Beendigung des Bürgerkrieges nicht nur der Gewalt abgeschworen, sondern sie ist seit 1997 auf der Grundlage einer säkularen Verfassung am Aufbau des Staates beteiligt. Das vom Auswärtigen Amt geförderte CORE-Dialogprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, diesen säkular-islamischen Dialog wissenschaftlich zu begleiten und damit nicht zuletzt mit Blick auf die Zusammenarbeit und Koexistenz der Kulturen und Zivilisationen im gemeinsamen euro-asiatischen politischen Raum politisch zu unterstützen.

Laufzeit: 2001-2003

Finanzierung: Auswärtiges Amt

Publikationen: Kreikemeyer, Anna und Arne C. Seifert, Hrsg. 2002. http://www.nomos-shop.de/Kreikemeyer-Seifert-Vereinbarkeit-politischem-Islam-Sicherheit-OSZE-Raum/productview.aspx?product=4434Zur Vereinbarkeit von politischem Islam und Sicherheit im OSZE-Raum. Dokumente eines islamisch-säkularen Dialogs in Tadschikistan. Demokratie, Sicherheit, Frieden 151. Baden-Baden: Nomos.