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CORE-Forschungsprojekte

Eurasia Peace Research Exchange

mit Centre for Peace Studies, Universität Tromsø  und Partnerinstituten in Georgien, Kirgisistan, Ukraine

Projektverantwortliche / Kontakt: Dr. Anna Kreikemeyer, Dr. Patricia Schneider

Mit dem Centre for Peace Studies, Universität Tromsø wurde im Eurasia Programm des Norwegian Centre for International Cooperation in Education (SIU) ein weiteres Projekt zum Thema Eurasia Peace Studies Exchange (2017-2019) bewilligt. Neben Mitgliedern des Europe-Eurasia-Peace Research Network beteiligen sich hier Institute aus der Ukraine und Georgien (Nationale I.I. Mechnikov Universität, Odessa; Nationale Akademie für Pädagogische Wissenschaften, Kiev; Iliya State University Tbilisi). Im Zusammenhang mit diesen Vorhaben und dem Eurasia Peace Exchange wird auch sondiert werden, ob und in welcher Form eine Institutionalisierung von Friedensforschung und Lehre in Zentralasien möglich sein wird.  

Laufzeit: 2017-2019

Finanzierung: Norwegian Centre for International Cooperation in Education (SIU)

Friedenspolitische Prävention von Radikalisierung und Extremismus auf religiöser Grundlage in Zentralasien

Projektverantwortliche / Kontakt: Dr. Frank Evers, Jeannette Klötzer, Dr. Arne C. SeifertDr. des. Esther Somfalvy 

Projektbeschreibung: Das Projekt „Ansätze für zivile Extremismus- und Radikalisierungsprävention in Zentralasien“  hat das Ziel, Anknüpfungspunkte für zivilgesellschaftliche Kooperationen von zentralasiatischen und westlichen Partnern in der Extremismus- und Radikalisierungsprävention zu erarbeiten. Das Projekt untersucht, ob Extremismus- und Radikalisierungsprävention durch umfassende Stabilisierung und zivile Maßnahmen auch unter den in Zentralasien gegebenen Gesellschaftsverhältnissen erreicht werden können. Von Regierungsseiten werden die Schwerpunkte der Radikalisierungsprävention traditionell auf militär-, polizei- und andere sicherheitspolitische Maßnahmen gelegt. Dabei wird das Feld der  zivilen Prävention weitgehend vernachlässigt, obwohl vor allem soziale und politische Spannungen die innere Stabilität in den zentralasiatischen Staaten zunehmend gefährden - in diesem Zusammenhang sucht das Projekt nach alternativen Ansatzpunkten.

Laufzeit: 01.03.2017 - 31.12.2017

Finanzierung: Auswärtiges Amt

 

Friedensforschung in Europa und Eurasien

Projektverantwortliche / Kontakt: Dr. Anna Kreikemeyer

Das Projekt „Friedensforschung in Europa und Eurasien. Zwischen liberalem Universalismus, lokaler sozialer Ordnung und hegemonialem Einfluss“ ist Teil eines größeren Forschungs- und Kooperationszusammenhanges, den Anna Kreikemeyer auf der Basis von IFSH Eigenmitteln und verschiedenen Drittmitteln mit einer vorläufigen Perspektive bis 2019 entwickelt. Er zielt auf eine kooperative Entwicklung von Friedensforschungskonzepten zwischen Wissenschaftler/-innen aus Europa und aus dem postsowjetischen Raum. Zu diesem Projekt wurde eine Sommerschule in Osch, Kirgisistan (s.u.) und eine internationale Konferenz im Rahmen des dritten Zentralasientages 2016 (s.u.) durchgeführt. 2017-2019 beteiligt Anna Kreikemeyer sich a Eurasia Peace Exchange (s.o). Ein DSF-Working Paper zum Thema 'Perspektiven Friedensforschung in Zentralasien' erscheint Ende 2017, ein peer-reviewter Aufsatz in einem Sammelband (Rowman/Littlefield) zum Thema 'Everyday Peace” in Jabbor Rasulov, Tajikistan. Local Social Order and Possibilities for a Local Turn in Peace Building' erscheint im Januar 2018. Eine weitere peer-review Publikation zum Thema Hybridität ist in Vorbereitung. Aus fünf Beiträgen zum Zentralasientag ist für 2018 eine bewerbung um einen Special issue in einer Fachzeitschrift aus dem Bereich Friedensforschung geplant. Darüber hinaus wird 2018 an einem Forschungsantrag gearbeitet. 

Laufzeit: 2014-2019

Finanzierung: IFSH Eigenmittel, Volkswagenstiftung, Deutsche Stiftung Friedensforschung, DAAD, Norwegian Centre for International Cooperation in Education

 

 

Multilateralism in Russian Foreign Policy: Genuine Search for Partners or a Camouflage for Unilateral Ambitions?

Projektverantwortliche / Kontakt: Dr. Elena Kropatcheva

Projektbeschreibung: The key question of this project is what Russia is doing in security-related multilateral international governmental organizations (IGO) (CSCE/OSCE, CSTO, NRC, SCO, and UNSC). Which types of engagement (different types of multilateralism) and effectiveness patterns can be identified? While the relationship between the US and multilateral institutions has been thoroughly examined and, in recent years, comprehensive theory-based studies have been conducted on the EU’s and China’s participation in multilateral institutions, considerably less is known about Russia’s “multilateralism”. The project is built upon the knowledge of state- IGO relations, multilateralism and Russian foreign policy studies. It uses a pluralism of theoretical approaches – from realism, liberal/rational institutionalism to constructivism – and a pluralism of methods (qualitative and quantitative content analysis, case studies, and interviews). In the first quarter of 2013, a research application will be finished.

The Afghanistan Policies of the Central Asian States

Kontakt: Dr. Sebastian Schiek

Projektbeschreibung: The planned withdrawal of most of the ISAF forces from Afghanistan in 2014 will change the security situation in the region and make the role of the Central Asian states more prominent. Against this background, this project will analyze the Afghanistan policies of the Central Asian states as well as the objectives that guide the concrete policies. The project’s starting hypothesis is that, despite some ambiguities, the main objective of the Central Asian governments is stability in Afghanistan. The project builds on a pilot project funded by the German Foundation for Peace Research (DSF) and implemented by Diana Digol in 2011. An application for project funding has been submitted to the German Foundation for Peace Research.

Sicherheitspolitische Strategien von Tadschikistan und Usbekistan gegenüber Afghanistan: Gemeinsame Strukturen, unterschiedliche Ergebnisse

Kontakt / Bearbeiter: Azamjon Isabaev

Projektbeschreibung: Unter den Staaten Zentralasiens sind Tadschikistan und Usbekistan die wichtigsten Akteure des afghanischen sicherheitspolitischen Umfelds. Die beiden Staaten grenzen an Afghanistan und haben ethno-politische, kulturelle und historische Verbindungen zu Afghanistan. Für Tadschikistan und Usbekistan ist das stabile Afghanistan von einer strategischen wirtschaftlichen Bedeutung: über dessen Territorium öffnen sich alternative Handels‐ und Transportrouten, welche die Diversifizierung der nationalen Wirtschaften ermöglichen. Gleichzeitig wird die Instabilität bzw. die Eskalation der gegenwärtigen Lage in Afghanistan als die Sicherheitsbedrohung für nationale Sicherheiten Tadschikistans und Usbekistans betrachtet. Trotz dieser Gemeinsamkeiten verfolgen Usbekistan und Tadschikistan einigermaßen unterschiedliche politische Strategien gegenüber Afghanistan. Relativ zurückhaltende Position Usbekistans in afghanischer Richtung läuft mehr intensiven tadschikisch-afghanischen Beziehungen zuwider. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich diese Dissertation mit der Frage: Warum verfolgen Tadschikistan und Usbekistan unterschiedliche Sicherheitsstrategien gegenüber Afghanistan, obwohl sie über eine Reihe von Gemeinsamkeiten verfügen? Die theoretische Erläuterung stützt sich auf zwei Theorien: Neoklassischen Realismus und Regional Security Complex Theory.

Laufzeit: 2013-2016

Finanzierung: DAAD

Publikationen: Isabaev, Azamjon. 2014. Uzbekistan and Afghanistan - Security Challenges Post-2014. In: ISAF's Withdrawal from Afghanistan - Central Asian Perspectives on Regional Security, hrsg. von Johan Norberg und Erika Holmquist, 29-35. Stockholm: Swedish Defence Research Agency.

Zentralasien-Forschung

Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich das IFSH mit der Region Zentralasien. Dazu zählen im engeren Sinne die fünf Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan...

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