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Dialog und Mediation

Seit 2001 ist CORE in verschiedenen Dialog- und Mediationsaktivitäten in Zentralasien beteiligt. In ihrem Zentrum stehen die Beziehungen zwischen säkularen Politikern und Behörden sowie islamischen Politikern und Würdenträgern. Zwischen 2001 und 2003 moderierte CORE sein Flaggschiff-Projekt in diesem Bereich - einen politischen Dialogzyklus über säkular-islamische vertrauensbildende Maßnahmen in Tadschikistan. Zwischen 2007 und 2008 führte CORE kleinere Gesprächsrunden auf der breiteren zentralasiatischen regionalen Ebene mit säkularen und islamischen intellektuellen Eliten aus Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan und Russland durch. Im Jahr 2013 arrangierte CORE in Hamburg und Berlin ein Besuchsprogramm für eine hochrangige tadschikische Delegation zum Studium des Verhältnisses Staat-Religion und ein weiteres im Jahr 2014, für den tadschikischen islamischen Politiker und Würdenträger, Khodji Akbar Turadjonzoda. Im Jahr 2014 organisierte CORE in Duschanbe, Tadschikistan, eine Reihe von Treffen mit hochrangigen Vertretern der säkularen Staatsmacht und des politischen Islam.

Konsultationen über die "Fortsetzung des Dialogs zwischen Vertretern des säkularen Staats und des politischen Islam", Duschanbe, Tadschikistan, 2014

Im Jahr 2014 führte CORE eine Reihe von Treffen mit hochrangigen säkularen und islamischen Politikern in Duschanbe durch. Ein entsprechendes Besuchsprogramm in Tadschikistan wurde vom Auswärtigen Amt gefördert. Sein Zweck war es, Möglichkeiten zur Fortsetzung 1993 vereinbarter Maßnahmen zur säkular-islamischen Vertrauensbildung   zu diskutieren. Darüber hinaus war es die Absicht, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen deutschen Partnern und demokratischen islamischen Kräften in Tadschikistan zu erörtern.

Kontakt:
Dr. Arne C. Seifert

Besuchsprogramm des tadschikischen islamischen Politikers und Würdenträgers Khodji Akbar Turadjonzoda, Hamburg und Berlin, 2014

CORE arrangierte ein Besuchsprogramm für den tadschikischen islamischen Politiker und Würdenträger Khodji Akbar Turadjonzoda in Hamburg und Berlin im Jahr 2014. Dieser Besuch wurde von der Abteilung für den „Dialog mit der islamischen Welt“ des Auswärtigen Amtes gefördert. Anliegen war es, deutsche Gesprächspartner über die destabilisierenden Auswirkungen der Beschränkungen der Religionsfreiheit in Tadschikistan zu unterrichten. Höhepunkt des Besuchsprogramm war eine Unterredung mit Dr. h.c. Gernot Erler, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft“.

Kontakt:
Dr. Arne C. Seifert
Dr. Frank Evers
Nataliya Schapeler

Besuchsprogramm für eine hochrangige Delegation aus Tadschikistan, Berlin und Hamburg, 2013

In Zusammenarbeit mit dem Referat für den Dialog mit der islamischen Welt und dem Sonderbeauftragten für den Dialog zwischen den Kulturen des Auswärtigen Amts organisierte CORE Anfang 2013 ein einwöchiges Besuchsprogramm für eine hochrangige Delegation aus Vertretern der säkularen Staatsmacht und des politischen Islam aus Tadschikistan. Die Delegation wurde von Herrn Subhon Koshonov, Chefberater des Präsidenten Tadschikistans für Soziales und Öffentlichkeitsarbeit geleitet. Die Absicht der Gespräche in Berlin und Hamburg war es, Erfahrungen über die Zusammenarbeit zwischen einem säkularen Staat und Religionsgemeinschaften zu vermitteln. Auf dem vom Auswärtigen Amt finanzierten Programm standen fast 20 Begegnungen, unter anderem mit dem Chef des Bundespräsidialamtes, Staatssekretär David Gill.

Kontakt:
Dr. Arne C. Seifert
Dr. Frank Evers
Nataliya Schapeler

Dialogprojekt "Gute Regierungsführung in säkularen Staaten mit muslimischen Mehrheiten in Zentralasien", Bischkek, Kirgisistan, 2008

Dieses Projekt war ein weiterer Schritt in den Dialogbemühungen von CORE in Bezug auf die säkular-islamischen Beziehungen in Zentralasien. Der Workshop wurde gemeinsam mit dem Institut für Strategische Analyse und Prognose der Slawischen Universität Kirgisistan organisiert und vom Auswärtigen Amt finanziert. Es brachte Teilnehmer aus Kirgisistan, Tadschikistan, Russland und Deutschland zusammen. Die Diskussion konzentrierte sich auf das Wechselverhältnis von Rechten und Pflichten sowohl der staatlichen Stellen als auch religiöse Organisationen im Bereich sowie auf Fragen der religiösen Bildung.

Kontakt:
Dr. Arne C. Seifert
Dr. Elena Kropatcheva

Dialogprojekt „Was vereint Säkularismus und Islam im modernen Staat?“, Almaty, Kasachstan 2007

Dieses Projekt befasste sich mit der Frage der gemeinsamen Interessen beider Seiten im gemeinsamen säkularen Staat. Das Projekt war eine regionale Aktivität mit etwa 25 Vertretern aus Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan, Usbekistan und Deutschland. Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt gefördert.

Kontakt:
Dr. Arne C. Seifert
Dr. Elena Kropatcheva

Dialogprojekt "Vertrauensbildende Maßnahmen, verabschiedet von den Teilnehmern eines informellen säkular-islamischen Dialogs in Tadschikistan“ Duschanbe, Tadschikistan, 2001-2003

Zum Zeitpunkt seiner Umsetzung war dieses Dialog-Projekt eine einzigartige und zudem erfolgreiche Bemühung, nach den Friedensvereinbarungen zur Beendigung des tadschikischen Bürgerkriegs (1992/97) ein gemeinsames Forum für tadschikische säkulare und islamische Politiker sowie europäische Vertreter zu schaffen. Die Teilnehmer des Projekts kamen vor allem aus dem Kreis ehemaliger Mitglieder der Kommission für nationale Aussöhnung. Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt in den Jahren 2001-2002 und gemeinsam vom Auswärtigen Amt und dem Schweizer Eidgenössischen Department für auswärtige Angelegenheiten im Jahr 2003 finanziert. Gegen Ende 2003 einigten sich die tadschikischen Seiten im Rahmen des Projekts auf die Verabschiedung eines gemeinsamen Dokuments mit dem Titel "Vertrauensbildende Maßnahmen", in dem Prinzipien eines koexistenziellen säkular-islamischen Verhältnisses formuliert wurden.

Veröffentlichungen:

CORE Working Paper „Vertrauensbildende Maßnahmen verabschiedet von den Teilnehmern eines informellen säkular-islamischen Dialogs in Tadschikistan“ (Russisch, Englisch, Deutsch)

Kontakt:
Dr. Arne C. Seifert
Dr. Anna Kreikemeier