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Das IFSH stellt sich vor:

Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik ist eine interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung an der Universität Hamburg, die von der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert wird. Das IFSH arbeitet und forscht unabhängig.

Wer Frieden will, muss für Sicherheit sorgen. Das hat bereits im Kalten Krieg gegolten – mit seinem nuklearen Abschreckungsfrieden zwischen den beiden Großmächten. Und es gilt heute umso mehr – wie ein Blick auf die aktuellen Konflikte und Bedrohungen weltweit zeigt.

Das IFSH bringt beides zusammen: Die Grundlagenforschung mit den aktuellen Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik. Die IFSH-Wissenschaftler/-innen erforschen die Bedingungen des Friedens. Sie analysieren, prüfen und entwickeln Strategien zur Vermeidung oder Minderung von gewaltsamen Konflikten: Was macht erfolgreiche Friedens- und Sicherheitspolitik aus? Insbesondere unter den Bedingungen der Globalisierung und den mit ihr verbundenen Verwerfungen in der Welt? Was gefährdet den Frieden? Wie lassen sich die Unsicherheitsfaktoren eindämmen? Welche Schlüsse sollte die Politik daraus ziehen?

Forschung – Lehre - Politikberatung

Die Expertise unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihre Arbeitsergebnisse dienen dabei nicht nur der Wissenschaft, sondern auch Entscheidungsträgern in Politik und Gesellschaft. Die Expertinnen und Experten des IFSH beraten u.a. die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, das Auswärtige Amt, das Verteidigungsministerium und die Mitglieder und Fachausschüsse des Deutschen Bundestages.

Und: unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gefragte Interviewpartner der Medien.

Unsere Arbeitsschwerpunkte: Europa als Friedensstifter – OSZE – Abrüstung und Rüstungskontrolle

Der Frieden und die Sicherheit in Europa, die Arbeit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und die Rüstungskontrolle: das sind die drei großen Arbeitsschwerpunkt des Instituts.

Das Zentrum für Europäische Friedens- und Sicherheitsstudien (ZEUS) untersucht, welche Rolle die Europäische Union für den Frieden und die Sicherheit spielt – sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas. Was kann eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der 28 EU-Mitgliedstaaten leisten? Und wo sind ihre Grenzen?

Konflikte vermeiden, ihre Folgen beseitigen, Krisen managen: eine besondere Bedeutung kommt dabei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zu – der OSZE. Als Dialogforum für (Abrüstungs-)Verhandlungen zwischen Ost und West in den Hochzeiten des Kalten Krieges gegründet, hat sich ihr Aufgabenspektrum mittlerweile erheblich erweitert. Der OSZE gehören nun 57 Staaten an – aus Europa, Asien und Nordamerika.

Wir erforschen: Welchen Beitrag leistet die OSZE für den Frieden und die Sicherheit? Wie kann die OSZE regulierend in Konflikte eingreifen? Und wie bei der Systemtransformation und bei der Demokratisierung helfen? Insbesondere in Südosteuropa, im Kaukasus und in Zentralasien?

Das IFSH ist das einzige Institut weltweit, das die Arbeit der OSZE wissenschaftlich begleitet und auswertet. Deshalb ist die Expertise unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders gefragt. Und: das IFSH ist Herausgeber des renommierten OSZE-Jahrbuchs.

Rüstungsdynamik eindämmen

Abrüstung, Rüstungskontrolle, Risikotechnologien: damit beschäftigt sich eine weitere interdisziplinäre Arbeitsgruppe des Instituts, die Forschungsgruppe IFAR². Welche Gefahren bringen neue Rüstungstechnologien mit sich, welche sicherheitspolitischen Herausforderungen erwachsen aus der neuen Rüstungsdynamik?

All diese Fragen beantwortet ein Team, das sowohl aus Natur- und Sozialwissenschaftlern besteht. Diese Interdisziplinarität – das Zusammenspiel unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen – ist ein Alleinstellungsmerkmal des IFSH.

Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Denn: Als erstes Institut deutschlandweit führte das IFSH 2002 für Hochschulabsolventen den postgradualen Studiengang „Friedensforschung und Sicherheitspolitik“ ein. Seitdem werden jedes Jahr bis zu 25 deutsche und internationale Hochschulabsolventen der verschiedensten Fachrichtungen am Institut ausgebildet. Der zweisemestrige Aufbaustudiengang schließt mit dem Master of Arts in Peace and Security Studies ab.

IFSH als gefragte Ausbildungsstätte

Jedes Jahr übersteigt die Anzahl der Bewerber und Bewerberinnen die Anzahl der Studienplätze bei Weitem. Sein starker Praxisbezug und seine interdisziplinäre Ausrichtung machen den Studiengang besonders attraktiv. Die späteren Arbeitgeber der Absolventinnen und Absolventen sind Ministerien, die Vereinten Nationen, die OSZE, Nichtregierungsorganisationen, Medien oder andere Institutionen, in denen friedens- und sicherheitspolitische Expertise gefragt ist. Seit Einführung des Postgraduiertenstudiengangs hat sich die Beteiligung der Institutsangehörigen an der akademischen Lehre vervielfacht.

Darüber hinaus betreut das IFSH zahlreiche Doktoranden und Doktorandinnen.