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Formenwandel von Gewalt

Gegenwärtig ist ein Wandel bei den Formen des gewaltsamen Austrags von Konflikten zu beobachten, der zum Nachdenken darüber zwingt, was als „Krieg“ und als „Frieden“ noch zu bezeichnen ist, wer als Kriegsbeteiligter zu kategorisieren ist und wie diesen Entwicklungen durch Verrechtlichung und Kontrollmechanismen Rechnung getragen werden kann.

 

Forschungsfeld „Gewalteinsatz und Kriegführung“

In diesem Forschungsfeld wird untersucht,  welche gewandelten bzw. neuen Formen des Konfliktaustrags  im globalen Zusammenhang beobachtbar sind und wie sich lokale Gewaltformen und hochtechnologiegestützte Gewaltanwendungen in Abhängigkeit voneinander entwickeln. Es wird ferner der Frage nachgegangen, wie sich Wahrnehmungen und Konzeptionen von Risiken und Sicherheit verändern und wie sich diese auf Entscheidungen zum Gewalteinsatz auswirken. Übergeordnete Gesichtspunkte sind hier, wie der Formenwandel von Gewalt in die historisch spezifischen Logiken der Ausübung von Herrschaft und Prozesse sozialen Wandels eingebettet ist und welche friedenstheoretischen und ethischen Implikationen die neuen Formen der Gewalt haben.

 

Forschungsfeld „Waffentechnologie und Proliferation“

In dem Forschungsfeld wird zum einen thematisiert, wie Rüstungs- und Risikotechnologien die Entscheidungskalküle politischer und militärischer Entscheidungsträger verändern, zum anderen, welche Ausbreitungsmuster sich mit Rüstungs- und Risikotechnologien verbinden und welche Anforderungen sich durch neuartige Rüstungstechnologien an bestehende und zukünftige Kontrollinstrumente ergeben.

 

Kontakt: Michael Brzoska


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