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Veränderung globaler Machtstrukturen und Normen

Es  finden Verschiebungen im internationalen Machtgefüge statt, die insbesondere durch ökonomisch erfolgreiche Staaten vorangetrieben werden, die nicht der OECD-Welt angehören und teils autokratisch regiert werden. Mit diesen Verschiebungen ist eine Verschärfung von globalen Interessengegensätzen und auf westlicher Seite ein Verlust an Gestaltungsmacht verbunden.Es  stellt sich die Frage, wie die auftrebenden Staaten in internationale Systeme zur Konfliktbearbeitung und Problemlösung verlässlich eingebunden werden können.

 

Forschungsfeld „Europa als Friedensstifter“

In dem Forschungsfeld wird der Frage nachgegangen, welche Gestaltungsmöglichkeiten deutsche und europäische Akteure unter den Bedingungen des globalen Wandels noch besitzen, konkreter, inwieweit die Vorstellung einer gemeinsamen normativen Friedensordnung innerhalb des Raumes der EU noch tragfähig ist und über die Grenzen Europas hinaus ausstrahlen kann. Dabei wird auch kritisch hinterfragt, inwieweit sich „westlich-liberale“ Akteure von den eigenen Normen abwenden, bzw. sie neu interpretieren.

 

Forschungsfeld „Perspektiven für die eurasisch-atlantische Friedensordnung“

In dem Forschungsfeld wird gefragt, welche möglichen Alternativen zum westlich-liberalen Modell und von Staats- und Friedensbildung sich gegenwärtig erkennen lassen und wie sie zu bewerten sind. Aus der Perspektive der Kooperation und Friedensbildung wird analysiert, wie mit „neuen“ globalen Mächten, die ein international zunehmendes Ge-staltungspotenzial entfalten, friedenspolitisch konstruktiv umgegangen werden kann und wie wirkungsmächtige „unverfasste Akteure“, etwa global agierende Konzerne, verantwortungsvoll in institutionelle Kontexte eingebunden werden können.

 

Kontakt: Dr. Regina Heller

 

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