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Mittelfristiges Arbeitsprogramm des IFSH

Friedensstrategien heute – Friedens- und Sicherheitspolitik an Bruchstellen der Globalisierung

Die Ausrichtung des Mittelfristigen Arbeitsprogramms 2013 beruht erstens auf dem Befund, dass der Bedeutungsverlust von „Frieden“ als analytischem Begriff und „Friedenspolitik“ als handlungsleitendem Konzept nicht zuletzt eine Folge einer Veränderung globaler Rahmenbedingungen ist. Insbeondere die Folgen aus Veränderungen der globalen Machtarchitektur sind von den Friedenstheorien bisher nur unzureichend erfasst worden. Zweitens thematisiert es, dass über das Ende des Ost-West-Konfliktes hinaus im Zuge vielgestaltiger Globalisierungsprozesse Bruchstellen und Konfliktstrukturen entstanden sind. Die Bruchstellen und Gewaltformen müssen – auch in ihrer Widersprüchlichkeit – analysiert werden und die Ergebnisse der Analyse die Grundlage für eine Weiterentwicklung der aus ihr abzuleitenden Friedensstrategien bilden. Drittens postuliert es eine Neuaufnahme und Neubewertung der Friedensbedingungen und von Friedenspolitik als handlungsleitendem Konzept sowie darauf aufbauend eine kritische Analyse aktueller Sicherheits- und Risikopolitiken.

Die Arbeiten zum Forschungsprogramm erfolgen innerhalb von drei Forschungsclustern und fünf Themenfeldern:

Cluster Formenwandel von Gewalt mit den Forschungsfeldern Gewalteinsatz und Kriegführung sowie Waffentechnologie und Proliferation.

 

Cluster Veränderung globaler Machtstrukturen und Normen mit den Forschungsfeldern Europa als Friedensstifter und Perspektiven für die eurasisch-atlantische Friedensordnung.

 

Cluster Neue innergesellschaftliche Gewaltpotenziale mit den Schwerpunkten EU-Europa und Zentralasien/Nordkaukasus.

 

Mittelfristiges Arbeitsprogramm 2013 - 2018 | PDF

 


IFSH-Richtlinien zur wissenschaftlichen Praxis | PDF

Hinweise zu ausgewählten Aspekten guter wissenschaftlicher Praxis | PDF