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Inhalt

Die Interdisziplinäre Forschungsgruppe Abrüstung, Rüstungskontrolle und Risikotechnologien (IFAR²)

Forschung

Rüstung | Technologien | Sicherheit

Die Interdisziplinäre Forschungsgruppe Abrüstung, Rüstungskontrolle und Risikotechnologien (IFAR²) beschäftigt sich mit dem komplexen Zusammenspiel von rüstungsdynamischen Faktoren, dem potenziellen Einsatz neuer Waffen und Technologien, der Strategiedebatte sowie den Möglichkeiten von Rüstungskontrolle, Non-Proliferation und Abrüstung als sicherheitspolitische Instrumente. Der Schwerpunkt der Arbeit orientiert sich dabei am mittelfristigen Arbeitsprogramm des Instituts mit den folgenden Forschungslinien:

  1. Technische Implikationen von Risiko- und Rüstungstechnologien, vor allem in den Bereichen Cyber, Unbemannte Systeme, Weltraum und Raketenabwehr,
  2. "Monitoring" der fortschreitenden Rüstungsdynamik und Rüstungskontrollpolitik in Europa und weltweit mit Fokus auf moderne Technologien,
  3. Möglichkeiten und Formen von Rüstungskontrolle, Non-Proliferation und Abrüstung sowie Entwicklung von anwendungsbezogenen Konzepten präventiver Rüstungskontrolle. 

Arbeitsweise

Interdisziplinarität | Grundlagenforschung | Expertennetzwerke

Der steigendenden Komplexität solcher Fragestellungen wird in Form einer interdisziplinär arbeitenden Forschungsgruppe Rechnung getragen. Die Arbeitsweise zeichnet sich durch die Kombination von natur- und sozialwissenschaftlichen Methoden und Expertisen aus. Durch die intensiven Kooperationen mit anderen Institutionen unterschiedlicher Disziplinen wird insbesondere Grundlagenforschung im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Dimension von Rüstungskontrolle geleistet. Darüber hinaus beteiligt sich IFAR² auch an einer Reihe von Expertennetzwerken, die Expertisen aus Forschung und Praxis zusammenführen und Forschungsanstrengungen bündeln.

Expertise

Nukleare Nichtverbreitung | Unbemannte Systeme | Raketenabwehr | Cyber | Weltraum

Die Arbeitsgruppe hat eine langjährige Expertise in den Bereichen kooperative Rüstungssteuerung und Rüstungstechnologien sowie verschiedene wissenschaftliche Kernkompetenzen aufgebaut. Diese flossen in die international vielbeachteten Beiträge des IFSH zur Rüstungskontrolle ein, z.B. in das Konzept der „kooperativen Rüstungssteuerung“ sowie in Studien zur konventionellen und nuklearen Rüstung und Abrüstung, zur Bewertung technologischer Rüstungsprozesse, zur strategischen Stabilität, zur strukturellen Angriffsunfähigkeit sowie zur Vertrauensbildung und europäischen Sicherheit. Derzeit bearbeitet die Arbeitsgruppe Projekte zu folgenden Themen:

  • Neue Technologien und die Zukunft der Kriegführung,
  • Challenges to Deep Nuclear Cuts,
  • Regionale Raketenabwehr,
  • Nuclear Dismantlement,
  • Die Humanitäre Initiative und die Aussichten für nukleare Abrüstung,
  • Neue Rüstungsdynamik im asiatisch-pazifischen Raum,
  • Cyberwarfare und das Militär,
  • N.EX.T – Nuclear Experts Talks – The NEXT Generation.

Transfer

Politikberatung | Tagungen | Presse | Publikationen

Im Bereich Beratung befriedigt die Gruppe die hohe Nachfrage nach der rüstungskontrollpolitischen Expertise des IFSH aus Politik (z.B. Auswärtiges Amt, Bundestag, EU- Kommission, NATO) sowie aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. IFAR² erstellt regelmäßig Gutachten zu sicherheitspolitischen Fragestellungen für die Politik (Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag TAB) und die Wirtschaft. Auch die (natur-)wissenschaftliche Beratung der Rüstungskontrollabteilung des Auswärtigen Amtes, die Durchführung von Tagungen und Workshops, Hintergrundgespräche mit politischen Entscheidungsträgern und der Presse sowie Fachgespräche fallen in diesen Tätigkeitsbereich. Für den deutschsprachigen Raum stellte die Arbeitsgruppe mit der im Rahmen des Projekts zur "Zukunft der Rüstungskontrolle" entstandenen Homepage www.armscontrol.de ein deutsches Portal zum Thema Rüstungskontrolle bereit.

Lehre

Masterstudium | Promotion | Praktikum

IFAR² engagiert sich besonders in der Nachwuchsförderung. Neben Lehrtätigkeiten an der Universität Hamburg und im hauseigenen Masterstudiengang 'Peace and Security Studies' bietet IFAR² Studierenden die Möglichkeit, Praktika in der Arbeitsgruppe zu absolvieren. Bachelor- und Masterarbeiten werden von IFAR² ebenso begleitet und betreut, wie die Durchführung von natur- und sozialwissenschaftlichen Promotionsvorhaben.

Kooperation

Die Arbeitsgruppe kooperiert mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Institutionen. Als Beispiele seien genannt: das Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) der Universität Hamburg, die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), der Arbeitskreis "Raketenabwehr" der HSFK, die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF), das Bundesamt für Katastrophenschutz, die Arms Control Association, die Union of Concerned Scientists (UCS), die Russian Academy of Sciences, das Institute of World Economy and International Relations (IMEMO) und die Pugwash Conferences on Science and World Affairs.

Kontaktanschrift

Prof. Dr. Götz Neuneck

Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)
Interdisziplinäre Forschungsgruppe Abrüstung, Rüstungskontrolle und Risikotechnologien (IFAR²)
Beim Schlump 83, 20144 Hamburg, Germany
Tel: +49 40 866077 - 0
Fax: + 49 40 866 3615
Email: neuneck@remove-this.ifsh.de