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Projekte

Die Reduzierung der Bedeutung taktischer Nuklearwaffen in Europa

Ziel dieses Projektes ist es, die Bedeutung und Anzahl taktischer Nuklearwaffen in Europa zu reduzieren. Das Vorhaben steht daher im Kontext vielfältiger Bemühungen, die Bedeutung nuklearer Waffen in Europa zu verringern. Der Abzug aller amerikanischen Nuklearwaffen aus Europa soll dabei im Einvernehmen aller Verbündeten im Kontext der Überprüfung des strategischen Konzepts der NATO vorangetrieben werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine Entscheidung aber das Resultat einer gemeinsamen Entscheidungsfindung sein muss, die die Sicherheit aller europäischen Staaten vergrößert.
Das Projekt wird von der William and Flora Hewlett Stiftung gefördert und ist ein Gemeinschaftsprojekt des IFSH in Kooperation mit der Arms Control Association (ACA )und dem British American Security Information Council (BASIC).
Projektaktivitäten beinhalten die Durchführung von Runden Tischen in zentralen NATO-Staaten, Veröffentlichungen, die Beratung von Parlamentariern sowie die Unterstützung von Delegationen prominenter ehemaliger und aktiver Regierungsmitglieder, mit dem Ziel Politikempfehlungen für den Abbau taktischer Atomwaffen zu entwickeln. » Details

Bearbeiter: Prof Dr. Götz Neuneck, Katarzyna Kubiak
Förderinstitution: William and Flora Hewlett Stiftung
Laufzeit: seit März 2010

Für eine friedliche Nutzung des Cyberspace – Die neuen Bedrohungen durch Cyberattacken und die politischen und technischen Möglichkeiten der Vertrauensbildung und Rüstungskontrolle in dieser Domäne

International ist eine Debatte über die künftige friedliche Nutzung des Cyberspace im Gange. Dies beruht auf der Wahrnehmung, dass in Zukunft Konflikte auch im Cyberspace ausgetragen werden können bzw. dass der Cyberspace auch in klassische Konflikte einbezogen werden kann. Verschiedene internationale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen und die OSCE haben Arbeitsgruppen zu dem Thema eingerichtet, während führende Industriestaaten Cybercommands aufbauen, um sich auch nationalstaatlich für Cyberangriffe zu wappnen. Neben den technischen, politischen und gesellschaftlichen Betrachtungsebenen wirft die Technologie des Cyberspace neue Probleme auf, wie die Attribution von Akteuren oder der Dual-Use-Charakter von IT-Technik, die Analogien zur konventionellen Rüstungskontrolle und bestehenden Ansätzen vertrauensbildender Maßnahmen erschweren und neue Lösungen erfordern. Angesichts der technologischen Dynamik, unterschiedlicher Diskurse und Sicherheitskulturen sowie verschiedener sicherheitspolitischer Interessen werden unterschiedliche kooperative und technische Lösungskonzepte diskutiert. Sie reichen von einer Cyberkonvention, über Rüstungskontrolle im und für den Cyberspace bis hin zu ersten politischen und technischen Maßnahmen der Vertrauensbildung und Rüstungskontrolle.

Das Ziel des Projektes ist es, die internationale Debatte über die „Versicherheitlichung“ sowie die aktuellen Entwicklung der Miliarisierung des Cyberspace zu analysieren, die kooperativen Ansätze zu sammeln und zu bewerten und mit relevanten Akteursgruppen zu diskutieren.

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Bearbeiter: Prof Dr. Götz Neuneck, Thomas Reinhold
Förderinstitution: IFSH
Laufzeit: seit 2012

Nicht-integrative Rüstungskontrolle

Im Rahmen des Forschungsprojekts " Nicht-integrative Rüstungskontrolle " wird untersucht, welchen Einfluss neue, sogenannte nicht-integrative Ansätze zur Kontrolle von MVW auf Regimebildung, Regimeeffektivität und Regimewandel in der Rüstungskontrolle haben. Das Projekt will u.a. herausfinden, wie stabil und effektiv solche Ansätze sind bzw. sein können. Analysiert werden vor allem neuere Entwicklung in der Rüstungskontrolle wie die „Proliferation Security Initiative“ zur Bekämpfung des Handels mit MVW sowie Diskussionen um eine Reform der Kontrolle von nuklearen Brennstoffkreisläufen im Rahmen des NVV und die Resolution 1540 des VN-Sicherheitsrats. IFAR veranstaltete im Januar 2008 einen Workshop; ein Tagungsband ist in Vorbereitung. Externe Kooperation mit Prof. Christopher Daase, LMU.

Bearbeiter: Dr. Oliver Meier
Förderinstitution: Fritz Thyssen Stiftung, Deutsche Stiftung Friedensforschung (Workshop)
Laufzeit: 2005-2008

Erosion des Atomwaffensperrvertrags

Das Projekt dient der laufenden Beobachtung und Analyse der Aktivitäten der „neuen“ Atomwaffenstaaten sowie der Staaten mit proliferationsrelevanten zivilen Nuklearprogrammen, darüber hinaus wird die Fortentwicklung der nuklearen Abrüstung unter natur- und sozialwissenschaftlichen Aspekten untersucht. Die Beteiligung an internationalen Konferenzen und Netzwerken, die dem Dialog mit Wissenschaftlern aus relevanten Staaten dient, ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Externe Kooperation mit Prof. Dr. Martin Kalinowski, ZNF und Dr. Geoffrey Forden, MIT.

Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Prof. Dr. Michael Brzoska und Dr. Oliver Meier
Finanzierung: IFSH
Laufzeit: 2005-2010

Dual-Use, Technologietransfer und Nichtverbreitung bei MVW

Das Projekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Technologietransfers auf die Bemühungen um die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Ziel des Vorhabens ist es, herauszuarbeiten unter welchen Bedingungen Maßnahmen zur Förderung bzw. Kontrolle von Technologietransfers die Legitimität von Regimen zur Kontrolle von atomaren, biologischen und chemischen Waffen fördern oder beeinträchtigen. Dabei soll insbesondere untersucht werden, welche Änderungen in der Haltung von Industrie-, Schwellen-, und Entwicklungsländern nach dem 11. September 2001 eingetreten sind. Die Ergebnisse werden in Workshops mit Entscheidungsträgern diskutiert und in einer Monographie publiziert.

Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Dr. Oliver Meier
Förderinstitution: Deutsche Stiftung Friedensforschung
Laufzeit: 2008-2010

Weltraumpolitik, Space Surveillance und präventive Rüstungskontrolle

Das Projekt dient der Beobachtung der Entwicklung der militärischen wie zivilen Weltraumpolitik der USA, Russlands, Chinas und der Umsetzung der European Space Policy (ESP). Unter technisch-naturwissenschaftlichen Aspekten werden Fähigkeiten bestehender und geplanter Weltraum-Infrastruktur analysiert und politischen Wahrnehmungen und Konzeptionen gegenübergestellt. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Interessen, Programmen und Initiativen vier nationaler Akteure: Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Darüber hinaus werden EU/ESA-Weltraumaktivitäten und -Programme ihrer Mitgliedstaaten im Hinblick auf rüstungskontrollpolitische Ansätze untersucht und Empfehlungen für kohärentes europäisches Vorgehen entwickelt. Naturwissenschaftliche Komponenten sind die Analyse von Weltraumwaffen, Untersuchungen über die Verwundbarkeit von Satelliten und die Verbesserung von Space Surveillance. Die Studien werden am IFSH, am European Space Policy Institute in Wien, in Brüssel und Paris (u.a. ESA) sowie am Space Policy Institute (George Washington University, Washington DC) und am Massachusetts Institute of Technology (MIT, Boston) durchgeführt.

Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Dr. Marcel Dickow, Dipl.-Phys. Christian Alwardt
Finanzierung: IFSH, Volkswagenstiftung, Hannover
Laufzeit: 2000-2009

Missile Defense und ihre rüstungskontrollpolitischen Implikationen

In diesem Projekt werden Raketenabwehrsysteme sowohl hinsichtlich wissenschaftlich-technischer Aspekte als auch in Bezug auf politische Problemlagen und Implementierungsfragen analysiert. Die Konsequenzen der Einführung von Technologien oder Militärsystemen werden herausgearbeitet und Möglichkeiten für rüstungskontrollpolitische Maßnahmen, insbesondere aus europäischer Sicht werden diskutiert.

Förderinstitution: Eigenmittel, z.T. Auswärtiges Amt
Laufzeit: 2000-2009
Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Dipl.-Phys. Christian Alwardt, Dipl.-Phys. Jan Stupl, Hans Christian Gils

Entwicklung im Sektor Unmanned Aerial Vehicle/Cruise Missiles

Funktionsprinzipien, Einsatzoptionen und die Weiterverbreitung von Unbemannten Flugkörpern (UAVs) und Cruise Missiles stehen im Mittelpunkt dieses Projekts. Neben den Auswirkungen solcher Systeme auf die moderne Kriegsführung sind die Nutzung solcher Systeme durch substaatliche Akteure und die Einhegung von UAVs durch Rüstungskontrollmaßnahmen Gegenstand der Analysen. Das Gesamtprojekt dient der Beratung des Deutschen Bundestags in der Beurteilung von Trends und Folgen der zunehmenden militärischen Nutzung unbemannter Systeme (UMS), insbesondere unbemannter Flugkörper, aber auch von Robotern und anderen Systemen. Das IFSH trägt mit Analysen zur wirtschaftlichen Bedeutung von UMS, zu Aussichten für zivile Nutzungen sowie zu Auswirkungen und Chancen von Rüstungskontrolle zum Gesamtprojekt bei. Die an der Studie beteiligten Kooperationspartner sind Dr. Jürgen Altmann, Universität Dortmund und Prof. Dr. Thilo Marauhn, Universität Gießen. Förderinstitution: Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)
Laufzeit: 2003-2008
Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Prof. Dr. Michael Brzoska, Dipl.-Phys. Christian Alwardt

Die EU als Rüstungskontrollakteur

Die Europäische Union hat unter dem Eindruck des Irak-Krieges eigene sicherheitspolitische Grundsätze erarbeitet. Auf dem Sektor der Rüstungskontrolle und Abrüstung ist die EU schon länger tätig. In dem Projekt sollen zum einen das Verhältnis von Rüstungskontrolle und Strategieentwicklung, zum anderen die Möglichkeiten für neue Rüstungskontrollinitiativen in und um die EU herausgearbeitet werden.

Förderinstitution: Eigenmittel
Laufzeit 2004-2005
Bearbeiter: Prof. Dr. Michael Brzoska, Prof. Dr. Götz Neuneck, Dr. Oliver Meier

Kontrolle konventioneller Rüstungstransfers

Aufgabe des Projekts ist die Analyse ausgewählter Rüstungsexportkontrollregime (insbesondere Code of Conduct der Europäischen Union), vorgeschlagener neuer Vertragssysteme (Arms Trade Treaty) sowie der Effektivität von Waffenembargos. Die Ergebnisse werden als wissenschaftliche Aufsätze in Zeitschriften (European Foreign Affairs Review, Peace Economics und Peace Studies) und Sammelbänden veröffentlicht und fließen in die Beratung ein (z.B. United Nations Institute for Disarmament Research, Genf; Small Arms Survey, Genf, Auswärtiges Amt). Externe Kooperation mit Marc Bromley, SIPRI, Schweden und Clara Portela, European University Institute, Italien.

Förderinstitution: Eigenmittel
Laufzeit: 2006-2010
Bearbeiter: Prof. Dr. Michael Brzoska

Klimawandel und Sicherheit

In dem Projekt sollen lokale und regionale Auswirkungen von Klimawandel mit Sicherheitsrelevanz, Fragen globaler Umweltgerechtigkeit und deren Auswirkungen auf Sicherheitsfragen, die sicherheitspolitischen Aspekte von Maßnahmen gegen den Klimawandel, insbesondere im Bereich der Nuklearenergie, und die Analyse des öffentlichen Diskurses zu Sicherheit und Klimawandel untersucht werden. Externe Kooperation mit Prof. Dr. Martin Kalinowski, ZNF, Prof. Dr. Marin Claussen, MPI für Meteorologie und Institut für Meteorologie der Universität Hamburg, Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Institut für Geographie der Universität Hamburg und Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hamburg.

Förderinstitution: IFSH, DFG (über Exzellenzcluster)
Laufzeit: 2007-2011
Bearbeiter: Prof. Dr. Michael Brzoska, Prof. Dr. Götz Neuneck

Implikationen und technische Möglichkeiten von Airborne Laser Systemen

Als Teil des Forschungsfeldes zur Raketenabwehr werden insbesondere die Funktionsprinzipien und die technische Realisierbarkeit des Airborne Lasers und weiterer Hochenergielaser untersucht. Damit einher gehen Analysen der militärstrategischen und politischen Problemlagen, die mit der möglichen Einführung von Laser-Systemen verbunden sind. Des Weiteren wird die Wirkung von Hochenergie-Lasern auf mögliche Ziele (Rakete, Satelliten etc.) mit naturwissenschaftlichen Mitteln untersucht.

Förderinstitution: Doktorandenprogramm IFSH, Berghof-Stiftung, Eigenmittel
Laufzeit: 2004 - 2008
Bearbeiter: Dipl.-Phys. Jan Stupl