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IFSH beim HSU-Kolloquium anlässlich des 100. Geburtstages von Helmut Schmidt

Am 23. Dezember 2018 wäre Altkanzler Helmut Schmidt 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass richtete die nach ihm benannte Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg ein zweitägiges Kolloquium aus.

 

International renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler reflektierten das außenpolitische Wirken Schmidts, der gerne als „Deutschlands letzter großer Staatsmann“ bezeichnet wird. Dabei ging es unter anderem um die Frage, inwiefern Helmut Schmidts außenpolitische Konzepte noch zeitgemäß sind. IFSH-Direktorin Prof. Dr. Ursula Schröder gab darauf Antworten aus Sicht der Friedensforschung. Brexit, eine eigene europäische Verteidigungsarmee, das schwierige Verhältnis der EU zu Russland – wie wäre ein Kanzler Schmidt mit diesen Herausforderungen umgegangen? Darüber diskutierte Ursula Schröder während einer Podiumsdiskussion unter anderem mit Prof. Dr. Joachim Krause vom Institut für Sicherheitspolitik in Kiel und Prof. Dr. Kristina Spohr von der London School of Economics.

 

Eine weitere Veranstaltung beschäftigte sich mit der Nuklearwaffenpolitik während der Kanzlerschaft Schmidts. IFSH-Abrüstungsexperte Dr. Ulrich Kühn erinnerte in seinem Vortrag an die Auseinandersetzung um den NATO-Doppelbeschluss Anfang der 1980er Jahre und zog Parallelen zur derzeitigen Krise der Rüstungskontrolle. Insbesondere der INF-Vertrag („Intermediate-range Nuclear Forces Treaty“), der landgestützte Mittelstreckenwaffen verbietet, droht zu scheitern. Seit 2014 beschuldigen die USA Russland, diesen Vertrag zu brechen. Im Oktober kündigte US-Präsident Donald Trump schließlich den Rückzug der USA aus dem INF-Vertrag an.

 

Mehr von Dr. Ulrich Kühn zur Krise des INF-Vertrags finden Sie unter:

 

https://www.airuniversity.af.edu/Portals/10/SSQ/documents/Volume-11_Issue-1/Peczeli.pdf