Kontextspalte

Inhalt

Brauchen wir eine „kulturelle Wende“ in der Friedensforschung? Angebote aus der Sozialanthropologie

Das IFSH lädt ein zur Vortragsreihe

Essentials in Peace & Security

zum Thema:

Brauchen wir eine „kulturelle Wende“ in der Friedensforschung?

Angebote aus der Sozialanthropologie

mit

PD Dr. Birgit Bräuchler Monash University Melbourne

&

Botschafter Dr. Günther Bächler Sonderbeauftragter der OSZE für den Südkaukasus;

Prof. Dr. Ursula Schröder IFSH

7. November 2017, 18:00 s.t.

IFSH, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg, 1. Stock, R. 1/014

Kultur ist ein grundlegender Faktor des sozialen Miteinanders. Doch was genau ist Kultur und welche Rolle spielt dieser Faktor in Konzepten von Frieden und Sicherheit? Mit dem „local turn“ in der Friedensfor­schung ist Kultur wieder stärker ins Blickfeld wissenschaftlicher Auseinandersetzung gerückt. Das „Lokale“, so die Erkenntnis, beeinflusst Konfliktdynamiken und Friedensprozesse gleichermaßen – inter­nationale Akteure müssen dafür sensibilisiert werden. Doch ist das Lokale tatsächlich immer nur das „Andere“? Welche Wechselwirkungen entstehen zwischen dem “Lokalen” und dem “Globalen”? Und was bedeutet das für die friedenspolitische Praxis?  Die Sozialanthropologin Birgit Bräuchler schlägt neue Forschungsansätze vor, insbesondere eine Aufwer­tung von Kultur und Anthropologie, damit der Stellenwert des „Lokalen“ angemessen erfasst und daraus kultursensitivere und somit wirksamere Friedensstrategien entwickelt werden können. 

 

Impulsvortrag:

PD Dr. Birgit Bräuchler
Senior Lecturer in Anthropology an der Monash University Melbourne. Ihre Studie „The Cultural Dimension of Peace: Decentralization and Reconciliation in Indonesia“  wurde 2014/15 mit dem Ernst-Otto-Czempiel-Preis der HSFK ausgezeichnet.

 

Es kommentieren:

Botschafter Dr. Günther Bächler
ehemaliger Botschafter der Schweiz in Georgien und aktuell Sonderbeauftragter der OSZE für den Südkaukasus.

 

Prof. Dr. Ursula Schröder
Wissenschaftliche Direktorin des IFSH und Professorin für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.

 

Anmeldung erbeten bis zum 3. November an  ennen@remove-this.ifsh.de

 

Einladung | pdf