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Trägt Fußball zur Völkerverständigung bei? Ein Streitgespräch zwischen Friedensforscher und Literaturkritiker im Deutschlandfunk

Für den Soziologen Norbert Elias stand fest: Sport trägt zur Zivilisierung bei und damit auch zur Pazifizierung.

Im Sport gelten für alle dieselben Regeln. Fußball ist zudem ein Mannschaftssport, er ist kooperativ angelegt, erklärt Dr. Hans-Georg Ehrhart, Leiter des Zentrums für Europäische Friedens- und Sicherheitsstudien (ZEUS) am IFSH. Damit könne Fußball im Prinzip durchaus zur Völkerverständigung beitragen, erklärt der Friedensforscher.

Der Literaturexperte Dr. Rainer Moritz widerspricht: Im kleineren Rahmen könne das vielleicht gelingen. Beim Jugendfußball etwa, sei es einfach Flüchtlingskinder ins Team einzubinden. Doch sobald es beim Fußbal ernst werde, verfliege die integrative Wirkung des Sports schnell. Vor allem dann, wenn es um Kommerz und Erfolg gehe. Wenn Rußland eine WM ausrichte, um das politische System zu stabilisieren, gehe es nicht mehr um Völkerverständigung, sondern um Macht, erklärt Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg. Das ganze Interview im Deutschlandfunk können Sie in der DLF-Mediathek nachhören: Link.