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Gemeinsame Tagung mit dem österreichischen Verteidigungsministerium auf Schloss Rothschild

Vom 27.-28. September 2018 veranstalteten das IFSH und das Institut für Friedensstabilisierung und Krisenmanagement (LFK) der Landesverteidigungsakademie Österreichs in der Nähe von Wien einen gemeinsamen internationalen Workshop. Der Titel der Veranstaltung lautete: In “Search of a Local Turn in Military Crisis Management: the Role of Local Security Actors and the Interventionist’s Expectations of Operations“.

Prof. Michael Brzoska, ehemaliger Direktor des IFSH, und Dr. Hans-Georg Ehrhart führten durch das Programm und nahmen an den einzelnen Diskussionsrunden teil. In zunehmendem Maße müssen sich Interventionsmächte mit lokalen bewaffneten Kräften auseinandersetzen, die in staatliche Strukturen eingebettet sind oder zumindest von ihnen toleriert werden.

Nach der Eröffnung von Brigadier Dr. Walter Feichtinger und Dr. Hans-Georg Ehrhart erörterten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf Panels verschiedene Aspekte des Themas. Dabei ging es unter anderem um die Zusammenarbeit zwischen externen und lokalen Sicherheitskräften, um die verschiedenen Milizentypen und um die Erwartungen, die mit den militärischen Interventionen verbunden sind.

Die Einsätze in der Ukraine, in Mali, in Syrien und im Irak wurden anhand konkreter Fallstudien diskutiert. Die USA, Deutschland, Frankreich und Russland schicken ihre Armeen in Auslandseinsätze, verfolgen dabei jedoch unterschiedliche Interessen und wenden unterschiedliche Einsatztaktiken an. Auch dieser Aspekt war Gegenstand der Veranstaltung.

Michael Brzoska zog während der abschließenden Lunch-Debatte ein Resümee der Tagung. Dabei hob er vor allem auf die Heterogenität und Hybridität lokaler Milizen ab. Eine detaillierte Kenntnis der kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Verhältnisse sei ein entscheidender Faktor für die Entwicklung von „best practices“ der Interventen, so Brzoska.