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MPS-Festakt in der Universität

20 weitere Hochschulabsolventinnen und -absolventen dürfen nun den Titel „Master of Peace and Security Studies“ tragen. Nach ihrem einjährigen Studium am IFSH und seinen Partnerinstituten bekamen sie Dienstagabend während eines Festaktes in der Universität ihre Zeugnisse überreicht.

„In Zeiten wie diesen ist Ihre Expertise mehr gefragt denn je, denn wir brauchen mehr Wissen über Konflikte, erklärte Jürgen Trittin. Der Grünen-Politiker und Ex-Minister überbrachte per Video-Botschaft den Absolventinnen und Absolventen seine Glückwünsche. Der Studiengang sei ein Erfolgsbeispiel für die gelungene Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Einrichtungen in Hamburg, ergänzte Wissenschaftsstaatsrätin Eva Gümbel in ihrem Grußwort. Sie ermutigte das IFSH, die geplante Einrichtung eines Friedenscampus weiter voranzutreiben und Hamburg zum Hotspot in der deutschen Friedensforschung zu machen.

 

Es war nicht nur ein Abschied vom 16. Studienjahrgang, sondern auch vom bisherigen Leiter des Studiengangs. Nach zehn Jahren übergibt Prof. Dr. Götz Neuneck die Leitung des MPS-Studiengang nun an IFSH-Direktorin Prof. Dr. Ursula Schröder. Sein Fazit: Die friedenspolitischen Entwicklungen in der Welt machen den Studiengang jedes Jahr wichtiger. Anschließend überreichte Studiengangskoordinatorin Patricia Schneider den Absolventinnen und Absolventen ihre Master-Urkunden und begrüßte die Studierenden des neuen MPS-Jahrgangs.

                                                     

Das IFSH war 2002 bundesweit das erste Institut, das einen Aufbaustudiengang im Bereich der Konfliktforschung eingeführt hat. In zwei Semestern erwerben junge Menschen, die bereits ein Studium abgeschlossen haben, theoretisches und praktisches Wissen über Friedensforschung und Sicherheitspolitik. Die Nachfrage ist groß. Jedes Jahr bewerben sich rund 100 Interessentinnen und Interessenten um einen der 25 Studienplätze.

Alleinstellungsmerkmal des MPS-Studiengangs ist seine interdisziplinäre und internationale Ausrichtung. Allein im neuen MPS-Jahrgang sind 15 verschiedene Nationen vertreten. Die Studierenden kommen unter anderem aus Süd- und Nordamerika, aus Afrika oder dem Mittleren Osten.

Die Nachfrage nach den Studienplätzen ist auch deshalb groß, weil der MPS-Abschluss die Absolventinnen und Absolventen zu begehrten Fachkräften auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt macht. So konnten einige Studierende ihre Zeugnisse nicht persönlich entgegennehmen, weil sie bereits wenige Wochen nach ihrem Abschluss ein Jobangebot bekamen. Unter anderem bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit oder beim EU-Parlament in Brüssel.