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BMBF Projekte

TERAS-INDEX Terrorismus und Radikalisierung – Indikatoren für externe Einflussfaktoren (2010-2014)

Das  vom BMBF finanzierte Verbundprojekt TERAS-INDEX (Terrorismus und Radikalisierung – Indikatoren für externe Einflussfaktoren) befasst sich vergleichend mit Folgewirkungen außen-und sicherheitspolitischen Handelns europäischer Länder auf islamistische Radikalisierungsprozesse. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob und inwieweit interne und internationalisierte Konflikte in der muslimischen Welt und darin das außenpolitische Handeln der Bundesrepublik Deutschland und fünf europäischer Vergleichsländer Rückwirkungen auf jihadistische, islamistische und vulnerable Milieus in Deutschland und den anderen europäischen Ländern haben. Hierzu setzt das Projekt TERAS-INDEX mit unterschiedlichen Methoden an. Diese reichen von der vergleichenden Analyse außen- und sicherheitspolitischen Handelns, das sich auf das Radikalisierungspotenzial für jihadistisch-islamistischen Terrorismus in Deutschland und den fünf weiteren europäischen Ländern auswirken kann, über die Erarbeitung eines Instrumentariums zur Erfassung von Rückwirkungseffekten bis hin zu empirischen Untersuchungen des Einflusses externer Konflikte auf jihadistische, islamistische und vulnerable Milieus. Aus diesen Analysen werden Indikatoren erarbeitet, die frühzeitig auf islamistische Radikalisierungsprozesse hinweisen können und Gelegenheitsfenster eröffnen, um diesem nicht-deterministischen Prozess entgegenzuwirken.

Die Projektmitarbeiter/innen sind Dr. des. Matenia Sirseloudi, Dr. Martin Kahl und Nico Prucha.

Piraterie und maritimer Terrorismus als Herausforderungen für die Seehandelssicherheit: Indikatoren, Perzeptionen und Handlungsoptionen (PIRAt) (2010-2012)

Das vom BMBF finanzierte Verbundprojekt mit einer Laufzeit von 33 Monaten (April 2010 - Dezember 2012) und einem Gesamtbudget von knapp einer Million Euro, will Austauschprozesse für das Problemfeld Seehandelssicherheit initiieren und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft eine hierfür geeignete Diskussionsplattform sowie wissenschaftliche Expertise zur Verfügung zu stellen. Darauf aufbauend soll das Konzept der „Security Governance“ überprüft und weiterentwickelt werden. Es werden Indikatoren für die Erfassung sowohl der partikularen Risikoperzeptionen als auch der Abläufe und Mechanismen der Aushandlung und Entwicklung einer gemeinsamen Risikodeutung erarbeitet. Desweiteren soll ein Katalog mit zivilen Handlungsoptionen für ein koordiniertes und vernetztes Vorgehen entwickelt werden. Der Projektverbund strebt ein Gesamtkonzept an, bei dem politikwissenschaftliche Risikoanalysen und technologische Sicherheitslösungen mit rechtlichen und wirtschaftlichen Lösungsvorschlägen verknüpft werden mit dem Ziel, ressortübergreifende staatliche Handlungsoptionen unter Berücksichtigung von zukünftigen Trends, zur zivilen Stärkung der Seehandelssicherheit zu entwickeln.
Arbeitsziel des IFSH ist es dabei, sicherheitsanalytische Risikomodelle zu verfeinern um infrage stehende maritime Unsicherheitslagen zu durchdringen und, hierauf aufbauend, Ansatzpunkte für ein koordiniertes Vorgehen zur wirksamen Risikoreduzierung zu isolieren. Darüber hinaus wird das IFSH unter kritischer Heranziehung des „Security Governance“-Ansatzes, den Koordinierungsprozess zwischen den relevanten Schlüsselakteuren analysieren und weiterentwickeln. Als Projektkoordinator wird das IFSH außerdem alle im Zuge der Durchführung des Projekts anfallenden Treffen zur Verzahnung der einzelnen Teilforschungsarbeiten organisieren, die Kommunikationsplattform und Website betreuen sowie die redaktionellen Aufgaben für die gemeinsamen Publikationen übernehmen.

 

Die Projektmitarbeiter/innen sind ​Dr. Hans-Georg Ehrhart, Dr. Patricia Schneider und Kerstin Petretto.

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