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EU Projekte

Analysis of Civil Security Systems in Europe (ANVIL) (2012 - 2014)

In Anbetracht der wachsenden Bedeutung transnationaler Risiken stößt die Einrichtung effektiver, effizienter und legitimer Systeme ziviler Sicherheit  auf vermehrtes politisches Interesse. Staaten errichten und verwenden Kapazitäten, um Risiken zu vermeiden, sich auf Krisen und Unglücksfälle vorzubereiten, gesellschaftliche Werte und Infrastrukturen zu schützen und im Krisenfall effektiv und zügig zu reagieren. Die Europäische Union spielt eine immer stärkere Rolle bei der Koordinierung nationalstaatlicher Aktivitäten, die sich hinsichtlich Struktur, Inhalt, rechtlichem Rahmen und praktischer Umsetzung deutlich unterscheiden. Die Qualität unterschiedlicher Systeme ziviler Sicherheit sowie ihre rechtlichen, politischen und kulturellen Determinanten sind bisher nicht umfassend wissenschaftlich untersucht worden. ANVIL führt Fallstudien zu verschiedenen Staaten und regionalen Foren durch und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Lasten- und Aufgabenverteilung zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen. Zudem entwickelt das Projekt Indikatoren zur Beurteilung der Effizienz, Effektivität und Legitimität von Systemen ziviler Sicherheit. Daraus resultierende Empfehlungen bezüglich möglicher Veränderungen und Weiterentwicklungen werden im Verlauf des Projekts mit Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene diskutiert. Link

Das IFSH ist vor allem mit einer ausführlichen Fallstudie zu Deutschland sowie zwei kleineren Studien zu Österreich und der Schweiz beteiligt. Zudem ist das IFSH zuständig für die Erstellung eines vergleichenden Abschlussberichts für die Länderstudien des Projekts. Projektverantwortlich am IFSH sind Raphael Bossong und Hendrik Hegemann.

A New Agenda for European Security Economics (EUSECON) (2008 - 2012)

Im Bereich der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der organisierten Kriminalität durch die Europäische Union haben ökonomische Fragestellungen bisher kaum eine Rolle gespielt. Das IFSH ist Mitglied eines vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geleiteten Konsortiums innerhalb des 7. Forschungs-Rahmenprogramms der Europäischen Union in dem verschiedene ökonomische Aspekte von Sicherheit und Sicherheitsvorsorge beleuchtet werden sollen.

Das IFSH ist innerhalb des Konsortiums vor allem für die Frage der politischen Relevanz ökonomischer Fragestellungen für die Bearbeitung von Terrorismus und organisiertem Verbrechen durch die Europäische Union zuständig. Geklärt werden soll unter anderem, welche Rolle solche Fragestellungen bisher gespielt haben und wie deren Stellenwert erhöht werden kann.

Neben Arbeitspapieren und Veröffentlichungen ist das IFSH dafür verantwortlich, im Gesamtprojekt die Relevanz der Untersuchungen für die Europäische Union sicherzustellen. Erwartet werden deshalb neben spezifischen Antworten zu den oben ausgeführten Fragen auch Kooperationen mit einer Reihe der am Konsortium beteiligten Partner.

Die Projektverantwortung am IFSH hat bei Michael Brzoska, die Projektbearbeitung liegt darüber hinaus bei Martin Kahl und Regina Heller, Eric van Um und Raphael Bossong.

http://www.economics-of-security.eu/eusecon/index.html