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Mitwirkung des Zentrums für OSZE-Forschung am Aufbau der OSZE-Akademie in Bischkek, 2002-2004

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes war das Zentrum für OSZE-Forschung (CORE) zwischen 2002 und 2005 führend am institutionellen Aufbau und an der Einrichtung des Lehrbetriebs der OSZE-Akademie in Bischkek beteiligt.


Die OSZE-Akademie in Bischkek wurde im Dezember 2002 auf der Grundlage einer gemeinsamen Absichtserklärung des Ministeriums für Bildung und Kultur der Republik Kirgisistan und des OSZE-Zentrums in Bischkek offiziell gegründet. CORE war bereits in den politischen Vorbereitungsprozess, der dem Gründungsakt vorangegangen war, involviert. Eine erste Konzeption für die Akademie war von CORE-Mitarbeiterin Anna Kreikemeyer entwickelt und der kirgisischen Regierung und der OSZE unterbreitet worden. Diese Vorlage diente beiden Seiten als wesentlicher Referenzpunkt für die ersten Grundsatzentscheidungen und die sich anschließenden Planungen für die Errichtung der Akademie. Ein aus Frank Evers, Andrea Berg, Delia Rahmonova-Schwarz und Wolfgang Zellner bestehendes CORE-Team war an der weiteren Erarbeitung der Gründungspapiere der Akademie beteiligt.

Im Jahr 2003 wurde CORE von der OSZE-Akademie, dem OSZE-Zentrum in Bischkek und dem Wiener OSZE-Konfliktverhütungszentrum dazu eingeladen, weiterhin am Aufbau der Akademie mitzuwirken. Gemeinsam mit drei anderen europäischen Wissenschaftseinrichtungen - dem Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) in Stadtschlaining, dem Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP) und dem Niederländischen Institut für Internationale Beziehungen „Clingendael“ - beteiligte sich CORE an der Beratung der Akademie und wurde zu einem ihrer wichtigsten Gründungs- und Kooperationspartner.


CORE arbeitete in dieser Phase eng mit der ersten Koordinatorin und späteren ersten Präsidentin der Akademie, Anara Nasyrowa, mit der damaligen kirgisischen Ministerin für Bildung und Kultur, Professor Ischengul Boldschurowa, und dem damaligen Leiter des OSZE-Zentrums in Bischkek, Botschafter Aydin Idil, sowie seinem Nachfolger, Botschafter Markus Müller, zusammen. Intensive Gespräche sowie Vorlesungen von CORE-Mitarbeitern fanden im Februar 2003 vor Ort statt. Zusammen mit der ersten Direktorin der Akademie, Annette Krämer, den Verantwortlichen im OSZE-Zentrum in Bischkek und im Wiener Konfliktverhütungszentrum sowie mit Vertretern interessierter nationaler Delegationen bei der OSZE brachte CORE den strukturellen Aufbau der Akademie und ihre inhaltliche Ausrichtung entscheidend voran. Ausgestattet mit eigenen Erfahrungen hinsichtlich der Entwicklung von Lehrplänen im Bereich der europäischen Sicherheitspolitik war CORE maßgeblich an der Ausarbeitung des postgraduierten Masterstudiengangs „Political Science (Central Asia)“ beteiligt. CORE wirkte ebenso führend im Beirat, in der Arbeitsgruppe zur Lehrplanentwicklung und im Zulassungsausschuss der Akademie mit. Im Jahr 2004 nahm die Akademie ihre Arbeit auf.

 

Kontakt: Dr. Frank Evers