Friedensgutachten 2020

Seit 1987 veröffentlichen die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute einmal jährlich ihr Friedensgutachten. Das Bonn International Center for Conversion (BICC), die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) und das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) analysieren darin aktuelle Krisen und Konflikte auf der Welt und sprechen klare Handlungsempfehlungen an die Politik aus. Interdisziplinäre Autorenteams aus Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie, Physik und Regionalwissenschaften arbeiten gemeinsam an den Kapiteln und bringen dabei verschiedene Blickwinkel ein.


Das Friedensgutachten erscheint im transcript-Verlag. Die Printversion ist im Buchhandel für 15 Euro erhältlich. Die digitale Version ist kostenfrei zugänglich (open access) auf www.friedensgutachten.de 

Friedensgutachten 2020 vorgestellt

Prof. Dr. Ursula Schröder

Die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute haben heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin ihr aktuelles Friedensgutachten vorgestellt. Darin analysieren sie die sicherheitspolitische Weltlage und sprechen klare Empfehlungen an die Politik aus. Das Friedensgutachten 2020 wurde unter dem Eindruck der Corona-Pandemie verfasst. Eine zentrale Frage lautet deshalb: Welche Auswirkungen wird das Virus auf den Frieden und die Sicherheit weltweit haben?

Die Corona-Pandemie hält die Welt 2020 in Atem. Sie verschlingt ungeahnte Ressourcen und hat weitreichende politische Interventionen in das gesellschaftliche Zusammenleben zur Folge. Gerade in fragilen Weltregionen drohen sozioökonomische Verwerfungen, politische Unruhen und gesellschaftliche Spaltungen. Davor warnen die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute im Friedensgutachten 2020, das sie heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin vorstellten.

Klimawandel als weiteres Schwerpunktthema


Unter dem Titel „Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa“ fordern sie von der Bundesregierung, sich in der EU und weltweit nicht nur bei der Bekämpfung von Corona noch intensiver für kooperative Lösungen einzusetzen. Sie mahnen zudem an, trotz der Pandemie andere wichtige Themen nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu zählen global der Klimawandel, die Gefahr eines Cyber-Wettrüstens, die Rivalitäten zwischen den Großmächten und die dramatische Situation von Geflüchteten und Zivilisten in bewaffneten Konflikten. Wie die jüngsten Ereignisse nach dem Tod von George Floyd in den USA gezeigt haben, ist aber auch der innergesellschaftliche Frieden in Gefahr. Grenzübergreifend geht es um den Einsatz für Menschenrechte, den konstruktiven Umgang mit Massenprotestbewegungen sowie den Kampf gegen politisch oder religiös motivierte Hetze im Internet.

Die Empfehlungen der Friedensforschungsinstitute im Einzelnen:
1.    Deutschland muss sich für ein globales Konjunktur- und Kooperationsprogramm einsetzen
2.    Klimaschutzpolitik muss politische Priorität behalten
3.    Strategische Leitlinien zum Umgang mit Protestbewegungen entwickeln
4.    Bewaffnete Konflikte: Humanitäre Hilfe für Zivilbevölkerung sicherstellen und politische Lösungen für Gewaltkonflikte suchen

Die offizielle Pressemitteilung zum Friedensgutachten 2020 mit den zentralen Empfehlungen an die Bundesregierung finden Sie hier.

Darüber hinaus gibt es weitere Pressemitteilungen zu den Einzelthemen und ein Video zum Schwerpunktthema des diesjährigen Friedensgutachtens. Dr. Delf Rothe geht darin der Frage nach: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Klimawandel und bewaffneten Konflikten?

 

Weitere Informationen zum Friedensgutachten finden Sie unter www.friedensgutachten.de. Dort können Sie das Gutachten kostenlos herunterladen und finden einen Überblick über unsere aktuellen Veranstaltungen.

 

 

 

Mehr über das Friedensgutachten

Friedensgutachten 2020 vorgestellt

Prof. Dr. Ursula Schröder

Die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute haben heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin ihr aktuelles Friedensgutachten vorgestellt. Darin analysieren sie die sicherheitspolitische Weltlage und sprechen klare Empfehlungen an die Politik aus. Das Friedensgutachten 2020 wurde unter dem Eindruck der Corona-Pandemie verfasst. Eine zentrale Frage lautet deshalb: Welche Auswirkungen wird das Virus auf den Frieden und die Sicherheit weltweit haben?

Die Corona-Pandemie hält die Welt 2020 in Atem. Sie verschlingt ungeahnte Ressourcen und hat weitreichende politische Interventionen in das gesellschaftliche Zusammenleben zur Folge. Gerade in fragilen Weltregionen drohen sozioökonomische Verwerfungen, politische Unruhen und gesellschaftliche Spaltungen. Davor warnen die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute im Friedensgutachten 2020, das sie heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin vorstellten.

Klimawandel als weiteres Schwerpunktthema


Unter dem Titel „Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa“ fordern sie von der Bundesregierung, sich in der EU und weltweit nicht nur bei der Bekämpfung von Corona noch intensiver für kooperative Lösungen einzusetzen. Sie mahnen zudem an, trotz der Pandemie andere wichtige Themen nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu zählen global der Klimawandel, die Gefahr eines Cyber-Wettrüstens, die Rivalitäten zwischen den Großmächten und die dramatische Situation von Geflüchteten und Zivilisten in bewaffneten Konflikten. Wie die jüngsten Ereignisse nach dem Tod von George Floyd in den USA gezeigt haben, ist aber auch der innergesellschaftliche Frieden in Gefahr. Grenzübergreifend geht es um den Einsatz für Menschenrechte, den konstruktiven Umgang mit Massenprotestbewegungen sowie den Kampf gegen politisch oder religiös motivierte Hetze im Internet.

Die Empfehlungen der Friedensforschungsinstitute im Einzelnen:
1.    Deutschland muss sich für ein globales Konjunktur- und Kooperationsprogramm einsetzen
2.    Klimaschutzpolitik muss politische Priorität behalten
3.    Strategische Leitlinien zum Umgang mit Protestbewegungen entwickeln
4.    Bewaffnete Konflikte: Humanitäre Hilfe für Zivilbevölkerung sicherstellen und politische Lösungen für Gewaltkonflikte suchen

Die offizielle Pressemitteilung zum Friedensgutachten 2020 mit den zentralen Empfehlungen an die Bundesregierung finden Sie hier.

Darüber hinaus gibt es weitere Pressemitteilungen zu den Einzelthemen und ein Video zum Schwerpunktthema des diesjährigen Friedensgutachtens. Dr. Delf Rothe geht darin der Frage nach: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Klimawandel und bewaffneten Konflikten?

 

Weitere Informationen zum Friedensgutachten finden Sie unter www.friedensgutachten.de. Dort können Sie das Gutachten kostenlos herunterladen und finden einen Überblick über unsere aktuellen Veranstaltungen.

 

 

 

Bücher und Herausgeberschaften

  • Bonn International Center for Conversion, Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), Institut für Entwicklung und Frieden, Hrsg. 2020.
    Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa.
    Friedensgutachten 2020. Bielefeld: transcript. DOI: 10.14361/9783839453810.

Buchkapitel

  • Ahmed, Reem, Stephen Albrecht, Maik Fielitz, Julian Junk, Martin Kahl, Holger Marcks, Daniel Mullis, Matthias Quent, Manjana Sold. 2020.
    Transnationale Sicherheitsrisiken / Eine neue Welle des Rechtsterrorismus.
    In: Friedensgutachten 2020. hrsg. von Bonn International Center for Conversion, Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), Institut für Entwicklung und Frieden, 139-157. Bielefeld: transcript. DOI: 10.14361/9783839453810.
  • Ahmed, Reem, Maik Fielitz. 2020.
    A New Wave of Right-Wing Extremism.
    In: The Global Network on Extremism and Technology (GNET), Insights
  • Alwardt, Christian, Michael Brzoska, Mischa Hansel, Gunnar Jeremias, Margret Johannsen, Oliver Meier, Max M. Mutschler, Conrad Schetter, Jantje Silomon, Simone Wisotzki, Herbert Wulf. 2020.
    Rüstungsdynamiken / Zwischen Cyberfrieden und Cyberkrieg.
    In: Friedensgutachten 2020. hrsg. von Bonn International Center for Conversion, Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), Institut für Entwicklung und Frieden, 93-115. Bielefeld: transcript. DOI: 10.14361/9783839453810.
  • Baumgart-Ochse, Claudia, Christopher Daase, Tobias Debiel, Nicole Deitelhoff, Conrad Schetter, Ursula Schröder. 2020.
    Stellungnahme.
    In: Friedensgutachten 2020. hrsg. von Bonn International Center for Conversion, Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), Institut für Entwicklung und Frieden, 5-13. Bielefeld: transcript.
  • Benner, Ann-Kathrin, Michael Brzoska, Christina Kohler, Stefan Kroll, Delf Rothe, Jürgen Scheffran, Conrad Schetter, Ursula Schröder, Lars Wirkus. 2020.
    Fokus / Friedenspolitik in Zeiten des Klimawandels.
    In: Friedensgutachten 2020. hrsg. von Bonn International Center for Conversion, Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), Institut für Entwicklung und Frieden, 25-43. Bielefed: transcript. DOI: 10.14361/9783839453810.

Friedensgutachten 2020 vorgestellt

Prof. Dr. Ursula Schröder

Die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute haben heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin ihr aktuelles Friedensgutachten vorgestellt. Darin analysieren sie die sicherheitspolitische Weltlage und sprechen klare Empfehlungen an die Politik aus. Das Friedensgutachten 2020 wurde unter dem Eindruck der Corona-Pandemie verfasst. Eine zentrale Frage lautet deshalb: Welche Auswirkungen wird das Virus auf den Frieden und die Sicherheit weltweit haben?

Die Corona-Pandemie hält die Welt 2020 in Atem. Sie verschlingt ungeahnte Ressourcen und hat weitreichende politische Interventionen in das gesellschaftliche Zusammenleben zur Folge. Gerade in fragilen Weltregionen drohen sozioökonomische Verwerfungen, politische Unruhen und gesellschaftliche Spaltungen. Davor warnen die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute im Friedensgutachten 2020, das sie heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin vorstellten.

Klimawandel als weiteres Schwerpunktthema


Unter dem Titel „Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa“ fordern sie von der Bundesregierung, sich in der EU und weltweit nicht nur bei der Bekämpfung von Corona noch intensiver für kooperative Lösungen einzusetzen. Sie mahnen zudem an, trotz der Pandemie andere wichtige Themen nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu zählen global der Klimawandel, die Gefahr eines Cyber-Wettrüstens, die Rivalitäten zwischen den Großmächten und die dramatische Situation von Geflüchteten und Zivilisten in bewaffneten Konflikten. Wie die jüngsten Ereignisse nach dem Tod von George Floyd in den USA gezeigt haben, ist aber auch der innergesellschaftliche Frieden in Gefahr. Grenzübergreifend geht es um den Einsatz für Menschenrechte, den konstruktiven Umgang mit Massenprotestbewegungen sowie den Kampf gegen politisch oder religiös motivierte Hetze im Internet.

Die Empfehlungen der Friedensforschungsinstitute im Einzelnen:
1.    Deutschland muss sich für ein globales Konjunktur- und Kooperationsprogramm einsetzen
2.    Klimaschutzpolitik muss politische Priorität behalten
3.    Strategische Leitlinien zum Umgang mit Protestbewegungen entwickeln
4.    Bewaffnete Konflikte: Humanitäre Hilfe für Zivilbevölkerung sicherstellen und politische Lösungen für Gewaltkonflikte suchen

Die offizielle Pressemitteilung zum Friedensgutachten 2020 mit den zentralen Empfehlungen an die Bundesregierung finden Sie hier.

Darüber hinaus gibt es weitere Pressemitteilungen zu den Einzelthemen und ein Video zum Schwerpunktthema des diesjährigen Friedensgutachtens. Dr. Delf Rothe geht darin der Frage nach: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Klimawandel und bewaffneten Konflikten?

 

Weitere Informationen zum Friedensgutachten finden Sie unter www.friedensgutachten.de. Dort können Sie das Gutachten kostenlos herunterladen und finden einen Überblick über unsere aktuellen Veranstaltungen.