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Friedensgutachten 2018 vorgestellt

 

Die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute haben auf der Bundespressekonferenz in Berlin das Friedensgutachten 2018 vorgestellt. 

V.l.n.r.: Prof. Dr. Tobias Debiel (INEF), Prof. Dr. Conrad Schetter (BICC), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (HSFK), Prof. Dr. Christopher Daase (HSFK), Prof. Dr. Ursula Schröder (IFSH).

 

 

Mehr Kriege, Populisten auf dem Vormarsch und Demokratien unter Druck:

Selten war die Welt so unsicher wie heute, stellen die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute in ihrem Friedensgutachten 2018 fest, das jetzt auf der Bundespressekonferenz in Berlin präsentiert wurde. „Kriege ohne Ende. Mehr Diplomatie, weniger Rüstungsexporte“: auf rund 150 Seiten prangern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an, was schief läuft in der Welt und wo die Politik dringend gegensteuern müsste. 2017 war das Jahr der Krisen und eskalierenden Konflikte. Der Nahe und Mittlere Osten zählt nach Einschätzung der Friedensforscherinnen und Friedensforscher zu den gefährlichsten Regionen weltweit. In Europa geraten liberale Demokratien wie Polen und Ungarn unter Druck. Russland macht keine Anstalten, die völkerrechtswidrige Annexion der Krim zu revidieren.  Und die Türkei höhlt die Gewaltenteilung aus und schränkt die Freiheitsrechte ihrer Bürgerinnen und Bürger ein.

 

In diesem Jahr setzt das Friedensgutachten noch stärker auf klare Empfehlungen an die Bundesregierung. Unter anderem auf den Rat, Rüstungsexporte restriktiver als bislang zu regulieren. Vor allem dann, wenn das Kriegsgerät „Made in Germany“ in Krisenregionen eingesetzt wird, in denen gegen humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte verstoßen wird.  

Die Expertise der Friedensforscherinnen und Friedensforscher ist gefragt. Nach der Vorstellung des Friedensgutachtens vor der Hauptstadtpresse ging es weiter: ins Bundeskanzleramt, ins Bundespräsidialamt, zum Außen- und Verteidigungsministerium und zum Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. 

Das Friedensgutachten ist ein gemeinsames Analysepapier des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), des Bonn International Center für Conversion (BICC), des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HFSK) und des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF).

   

Weitere Informationen finden Sie hier: Link.