Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies)

Der Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies Treaty) ist eines der wenigen verbliebenen Instrumente der Rüstungskontrolle im Gebiet zwischen Vancouver und Wladiwostok. Das weltweit einzigartige Abkommen zur kooperativen Luftüberwachung ermöglicht seit 2002 unbewaffnete Beobachtungsflüge über das gesamte Staatsgebiet der Teilnehmerstaaten durchzuführen. Ziel ist es vor allem, militärische Veränderungen beobachten zu können.
Der Vertrag mit derzeit 33 Mitgliedstaaten fördert in besonderem Maße die zwischenstaatliche militärische Transparenz und Vertrauensbildung. Vertreter*innen von überflogenen Staaten haben die Möglichkeit, bei den Überflügen mit an Bord zu sein. Aufnahmen von Überflügen können von allen Parteien angefordert werden. Nachdem die USA bereits im Herbst 2020 aus dem Abkommen ausgestiegen waren, kündigte Russland im Januar 2021 an, den Vertrag über den Offenen Himmel ebenfalls verlassen zu wollen. Obwohl die europäischen Staaten und Kanada bisher an dem Abkommen festhalten, ist seine Zukunft nun ungewiss.

Am IFSH arbeiten derzeit Alexander Graef und Moritz Kütt zum Vertrag über den Offenen Himmel. Die Mitglieder der amerikanisch-deutsch-russischen Deep Cuts- Kommission analysieren das Abkommen ebenfalls.

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    Die USA und der Vertrag über den Offenen Himmel

    Dr. Alexander Graef

    Die USA haben ihren Austritt aus dem Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies Treaty) angekündigt. Die Entscheidung wird im November rechtskräftig. Am 06. Juli wird eine Staatenkonferenz aller Mitglieder über die…

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