Corona-Pandemie: Falsche Prioritäten in der Sicherheitspolitik?

Prof. Dr. Michael Brzoska im Interview mit dem NDR-Hörfunk

Zur Abwehr von Bedrohungen haben Staaten bislang vor allem in ihre militärischen Kapazitäten investiert. Während der Corona-Pandemie wird deutlich, wie sehr ein Virus zu einer existenziellen Bedrohung werden kann. Ncht die militärische Wehrhaftigkeit ist nun entscheidend, sondern von den vorhandenen Krankenhauskapazitäten und der Zahl der Beatmungsgeräte hängt jetzt ab, wieviele Todesopfer es geben wird. 
Risiken wie Pandemien seien bislang als sicherheitspolitische Bedrohung unterschätzt worden, sagt Prof. Dr. Michael Brzoska. In der Sendereihe „Streitkräfte und Strategien“ auf NDR Info erläutert der ehemalige Direktor des IFSH die möglichen sicherheitspolitischen Folgen der Pandemie. Wird sie zu mehr Verteilungskämpfen und zu weiteren bewaffneten Konflikten führen? Oder wächst durch die Erkenntnis, dass die Krise nur gemeinsam gemeistert werden kann, der internationale Zusammenhalt?   
Autokratische Regierungen nutzen die Krise, um ihre Macht zu stärken und die Opposition zu schwächen. Wird die Corona-Pandenie zu einem Erstarken autoritärer Regime führen? Und rechtfertigt dies eine weitere Aufrüstung? Antworten auf diese und weitere Fragen beantwortet Michael Brzoska im Gespräch mit NDR Info.

Die Langfassung des Interviews können Sie in der Mediathek des NDR nachhören.

Zu den möglichen sicherheitspolitischen Folgen der Pandemie hat das IFSH auch eine Pressemitteilung herausgegeben.