Frieden machen, wie funktioniert das eigentlich? Während alle über Krisen, Kriege und Konflikte reden, wollen wir auch darauf schauen, wo und wie Frieden versucht, erlebt und praktiziert wird. Wir untersuchen Prozesse, durch die Frieden auf lokaler Ebene, also vor Ort, alltäglich erzeugt und aufrechterhalten werden. Dies ermöglicht es, die vielfältigen und komplexen Konstitutionsbedingungen von Frieden besser zu verstehen. Als Institut in und aus Hamburg nehmen wir insbesondere die Freie und Hansestadt in den Blick. Hier zeigen sich exemplarisch die Potenziale aber auch die Schwierigkeiten und Rückschläge einer friedlichen und konstruktiven Konfliktbearbeitung in ganz unterschiedlichen sozialen Umfeldern. Etwa in Schulen, in den Stadtteilen oder bei der Bürgerbeteiligung in der Landespolitik. Das Projekt nutzt partizipative bzw. transdisziplinäre Methoden und greift so aktuelle Diskussionen zur Rolle von Bürger*innen in Forschungsprozessen und der gesellschaftlichen Rolle von Wissenschaft und Forschung auf. Wir kooperieren mit Partner*innen aus der Stadtgesellschaft, von Museen über Vereinen bis Behörden, und binden diese aktiv in Forschungsprojekte ein.