Das Berliner Büro wurde 2019 eröffnet und ist dem Wissenstransfer in unterschiedlichen Formaten verpflichtet. Zusammen mit Partner:innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik organisiert das Berliner Büro öffentliche Diskussionsveranstaltungen zu den Forschungsschwerpunkten des IFSH. Darüber hinaus gibt es spezielle, nichtöffentliche Veranstaltungsformate und -reihen, die sich gezielt an Politiker:innen und Expert:innen richten.
Die Mitarbeiter:innen des Berliner Büros beobachten parlamentarische Prozesse, treten gezielt an politische Entscheidungsträger:innen heran und tauschen sich mit politikberatenden Akteur:innen aus. Als Hauptstadtrepräsentanz leistet es damit wichtige Unterstützungsarbeit für das IFSH in Hamburg.
Veranstaltungsformate
IFSH-Parlamentsbriefing: Dieses Austauschformat richtet sich an Bundestagsabgeordnete und deren Mitarbeiter:innen. Die IFSH-Wissenschaftler:innen stellen Forschungsergebnisse zu aktuellen politischen Themen vor und leiten daraus Handlungsempfehlungen für die Parlamentarier:innen ab. So unterstützt das IFSH politische Entscheidungsträger:innen dabei, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zu formulieren. Die Expert:innen diskutieren in diesem Format zum Beispiel über die Effekte von Kernwaffen oder auch die Sicherheitsrisiken von KI-Anwendungen wie ChatBots. Je nach thematischer und politischer Relevanz werden auch Abgeordnete der Landesparlamente und des Europäischen Parlaments adressiert.
Kurz Erklärt: Dieses Format richtet sich an Bundestagsabgeordnete und deren Mitarbeiter:innen sowie Vertreter:innen von Ministerien. Es bereitet einzelne, oft eher technische Themenaspekte der aktuellen Forschung in einem besonders knappen und kurzweiligen Format auf. Bisherige Themen waren unter anderem Eskalationspotenziale im Ukrainekrieg, die Ahndung von Chemiewaffeneinsätzen sowie Chancen und Grenzen von Satellitenbildern als Informationsquelle.
IFSH-Briefing: Bei diesem Format handelt es sich um Gesprächsrunden mit Expert:innen aus der Wissenschaft und von Think Tanks sowie Regierungs- und Parlamentsvertreter:innen. In den Briefings stellen IFSH-Wissenschaftler:innen ihre neuesten Publikationen vor und ordnen aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen ein. Das Format dient auch dazu, sicherheitspolitische Akteur:innen miteinander zu vernetzen. Diskussionsthemen waren bislang beispielsweise die Aussetzung des New START-Vertrages oder die Evaluierung der deutschen Sicherheitsgesetzgebung.
Öffentliche Veranstaltungen: Regelmäßig bietet das IFSH der interessierten (Fach-) Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich zu aktuellen Fragen der Friedensforschung und Sicherheitspolitik zu informieren. Die Veranstaltungen sind meist Podiumsdiskussionen, bei denen IFSH-Wissenschaftler:innen mit Politiker:innen, Vertreter:innen von Think Tanks und Expert:innen anderer wissenschaftlicher Einrichtungen diskutieren. Die Themen haben eine hohe Aktualität und decken die thematische Bandbreite des Instituts ab, von der Neuausrichtung der deutschen Sicherheitspolitik bis hin zur Rüstungskontrolle und Cybersicherheit. Darüber hinaus koordiniert das Berliner Büro die Beiträge des IFSH beim jährlich stattfindenden Deutschen Forum Sicherheitspolitik der Bundesakademie für Sicherheitspolitik.
Mitarbeiter:innen in Berlin
Anja Dahlmann (in Elternzeit von März bis Dezember 2025) leitet das Berliner Büro. Außerdem forscht sie im Forschungs- und Transferprojekt Rüstungskontrolle und Neue Technologien zu autonomen Waffensystemen. Zusammen mit Theres Klose, der Koordinatorin und Veranstaltungsmanagerin des Büros, arbeitet sie daran, die Forschung des IFSH sowohl bei politischen Entscheider:innen als auch in der Öffentlichkeit in Berlin bekannt zu machen. Sina Brauer unterstützt das Team als studentische Angestellte.
Außerdem arbeiten weitere Mitarbeiter:innen des IFSH in verschiedenen Projekten im Berliner Büro. Dr. Tobias Fella ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und leitet das Projekt Challenges to Deep Cuts. Lucian Bumeder koordiniert als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des Projektes die Arbeit der Young Deep Cuts Commission. Darüber hinaus ist der Forschungsschwerpunkt Internationale Cybersicherheit (ICS) am Standort Berlin vertreten. In enger Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen Lena-Sophie Drews und Mateusz Łabuz leitet Dr. Matthias Schulze die Arbeit zu diesem Forschungsschwerpunkt. Das Verbundprojekt Die Normen gegen Chemie- und Biowaffen umfassend stärken: Das Kompetenznetz CBW ist mit studentischen Mitarbeiter:innen im Berliner Büro vertreten. Außerdem ist Wolfgang Rudischhauser, Senior Fellow im Forschungsbereich Rüstungskontrolle und Neue Technologien, vor Ort. Mit den Wissenschaftlerinnen Dr. Anne Lange und Jessica Noll ist das Projekt Impact Hub – Integrierte Wirkfähigkeit von integriertem Friedensengagement ebenfalls im Hauptstadtbüro angesiedelt.