Neue Publikation: Herausforderungen hybrider Kriegführung

Johann Schmid

Deutschland und Europa stehen im Fadenkreuz hybrider Angriffe. Neben Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen und politische Einrichtungen, Desinformation und Propaganda in den Sozialen Medien bis hin zur Instrumentalisierung von Migrationsströmen und dem Aufbau militärischer Drohkulissen werden in diesem Zusammenhang unterschiedlichste Angiffsvektoren miteinander kombiniert. Als hoch entwickelte, global vernetzte Länder mit offenen liberalen Gesellschaften sind die Staaten EU/NATO-Europas in besonderem Maße durch hybride Methoden der Kriegführung verwundbar. Durch immer wieder neue Muster und Methoden des i.d.R. verdeckten und indirekten hybriden Vorgehens besteht die Gefahr geschlagen zu werden, noch bevor das Vorliegen eines hybriden Angriffs zweifelsfrei erkannt wird und zugeordnet werden kann.

Das rechtzeitige Erkennen und Verstehen der immer wieder neuen Muster und Erscheinungsformen hybrider Kriegführung ist daher der neuralgische Punkt für den Aufbau einer wirksamen Verteidigung und Gegenreaktion. Dies erfordert eine konzeptionelle Basis als Orientierungsrahmen für Analyse und Lagebewertung.

IFSH Non-Resident-Fellow Johann Schmid, der lange Zeit als Stabsoffizier am IFSH gearbeitet hat, hat dazu für ein renommiertes Lehrbuch zur deutschen Sicherheitspolitik einen Beitrag geschrieben. Darin bietet er eine an drei Wesensmerkmalen und ihren Wechselwirkungen orientierte Konzeptualisierung hybrider Kriegführung an und veranschaulicht diese am Beispiel hybrider Schattenkriegführung in der und um die Ukraine seit 2014.

Schmid, Johann (2021): Herausforderungen hybrider Kriegführung. In: Böckenförde, Stephan / Gareis Sven B. (Hrsg.): Deutsche Sicherheitspolitik. Herausforderungen, Akteure und Prozesse, Opladen: Verlag Barbara Budrich/UTB (2021), (S. 219-238), ISBN: 978-3-8252-8799-3, 3. Auflage 2021 (Publikationsdatum: 18. Oktober 2021).