Vita

Holger Marcks ist seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH. Er untersucht im Rahmen des vom BMBF geförderten PANDORA-Projekts rechtsextreme und islamistische Radikalisierungsprozesse im virtuellen Raum. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt, wo er ab 2013 in einem DFG-geförderten Projekt forschte, das sich mit der Dynamik von transnationalen Kooperationen zwischen terroristischen Akteuren befasste. Er studierte Islamwissenschaft, Soziologie und Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. 2011 schloss er das Studium mit einer Magister-Arbeit zu islamischer Ökonomie in Deutschland ab. Er promoviert zurzeit an der Goethe-Universität Frankfurt zur transnationalen Dynamik von Phänomenen des lone wolf terrorism.

Forschungsprofil | aktuelle Projekte

Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit von Holger Marcks stehen Prozesse der politischen Gewalt und Formen des Terrorismus. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich aus vergleichender und transnationaler Perspektive mit den (de-)radikalisierenden Einflüssen in sozialen Bewegungen. Ein Fokus liegt dabei auf den virtuellen Allianzen, die entstehen, wenn die Ideologeme und Narrative von organisierten Akteuren auf Individuen gewaltanleitend wirken. Gegenwärtig von Interesse ist dabei insbesondere, wie sich rechtsextreme und islamistische Ansichten über die sozialen Medien verbreiten und in Gewalthandlungen übersetzen. Ein Augenmerk liegt dabei auf Einzeltätern, die sich im virtuellen Raum radikalisieren.