Vita

Götz Neuneck ist stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor des IFSH, leitet den Forschungsbereich für Rüstungskontrolle und Neue Technologien und ist Professor an der MIN-Fakultät der Universität Hamburg. Er ist Experte für Rüstungskontrolle, Abrüstung, neue Technologien, Nuklearwaffen, Verifikation, Science Diplomacy, Raketenabwehr und Weltraumrüstung. Von 2008-2018 war er Wissenschaftlicher Leiter des postgradualen Masterstudiengangs „Peace and Security Studies“ an der Universität Hamburg. Er ist Mitglied des Council der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs“, Pugwash-Beauftragter der VDW, Sprecher der Arbeitsgruppe Physik und Abrüstung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG.), Mitglied von Editorial Boards von Fachzeitschriften, Amaldi-Beauftragter der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sowie gewähltes ausländisches Mitglied der Russischen und Armenischen Akademie der Wissenschaften. Nach dem Physik-Studium in Düsseldorf (Diplom 1984), arbeitete er in der Arbeitsgruppe von Horst Afheldt und Carl-Friedrich von Weizsäcker in der Max-Planck-Gesellschaft, Starnberg. Nach der Promotion in Mathematik (Dr. rer. nat. 1985) an der Universität Hamburg wurde er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH unter Egon Bahr.

Forschungsprofil | aktuelle Projekte

Seit dem Abschluss des Physik-Studiums steht für Götz Neuneck die Beschäftigung des Zusammenhangs von neuen rüstungsrelevanten Technologien, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Politik auf die moderne Kriegsführung, die Rüstungskontrolle, Weiterverbreitung und Abrüstung im Zentrum von diversen Forschungsprojekten und der Politikberatung. Grundlage sind Technologiefolgenabschätzungen nach sicherheits-und friedenspolitischen Kriterien in bestimmten Feldern wie z.B. Flugkörpern, Weltraum, unbemannten Systemen oder im Bereich der Nuklearwaffen- und Raketenproliferation u.a. auch in Konfliktregionen wie Asien und im Mittleren Osten. Neben den wiss. Arbeiten werden die erarbeiteten Ansätze und Analysen sowohl im internationalen Rahmen in Form von Track Two-Treffen (Pugwash, Amaldi) wie auch im Rahmen der wissenschaftlichen Politikberatung präsentiert und diskutiert. Neuneck verfügt über Erfahrungen in Regierungsdelegationen, Anhörungen, Gutachten für den Bundestag und im UN-Kontext. Aktuell koordiniert er die trilaterale Deep Cuts-Kommission zur Zukunft der nuklearen Rüstungskontrolle; er ist deutscher Vertreter der AG 4 der „International Partnership for Nuclear Disarmament Verification“ und leitet Projekte zu neuen Technologien und zur Zukunft der Kriegsführung unter besonderer Berücksichtigung von KI, Autonomie und Vernetzung.