OSCE Yearbook 2018

Ursel Schlichting

Das neue OSZE-Jahrbuch ist erschienen. Es widmet diesmal seinen Themenschwerpunkt dem Westbalkan/Südosteuropa. Das Jahrbuch enthält u.a. Beiträge zu den EU-Beitrittsperspektiven Albanien und Serbiens, zur UN-Übergangsverwaltung UNTAES in Kroatien, zum Abkommen zwischen Griechenland und der Republik Nordmazedoniens, zum noch immer umstrittenen Status des Kosovo sowie zur Rolle der EU bei der Bewältigung von Problemen infolge wiedererstarkender autoritärer Tendenzen und zunehmender Migration in der Region.

Die ersten vier Beiträge des Jahrbuches analysieren aktuelle Entwicklungen in der europäischen Sicherheit und beschreiben gegenwärtige Trends im Schatten der Ukrainekrise, untersuchen die Politik der USA gegenüber Russland und fragen nach der Fähigkeit der OSZE zur Anpassung an veränderte Bedingungen durch grundlegende Reformen.

Im Kapitel "Konfliktprävention und Streitbeilegung" wird 2018 erstmals speziell über die Arbeit der Human Dimension Unit der OSZE-Sonderbeobachtungsmission in der Ukraine berichtet. Weitere Beiträge befassen sich mit dem Langzeitkonflikt in Transnistrien, dem Engagement der OSZE im Bereich Insider-Mediation sowie mit statusneutralen Ansätzen zur Lösung der Konflikte in der Ostukraine und Transnistrien.

Mit Blick auf die "drei Dimensionen umfassender Sicherheit" wird u.a. ein Erfolgsmodell für die Integration von Flüchtlingen in Italien vorgestellt. Darüber hinaus werden Strategien zu Bekämpfung des Menschenhandels im Kontext von Flucht und Migration, Ansätze zur Verhinderung religiöser Radikalisierung in Zentralasien sowie das Konzept der bürgernahen Polizeiarbeit als Schlüsselelement bei der Verbrechensbekämpfung erörtert. Ein abschließender Beitrag zeigt auf, wie die OSZE die Kapazitäten staatlicher und nichtstaatlicher Akteure zur Bewältigung transnationaler Bedrohungen stärken kann.

Weitere Informationen finden Sie hier.