Vita

Hendrik Hegemann ist seit Juli 2019 Wissenschaftlicher Referent im Forschungsbereich „Gesellschaftlicher Frieden und Innere Sicherheit“. Zuvor arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor im Fachgebiet „Internationale Beziehungen & Friedens- und Konfliktforschung“ der Universität Osnabrück. Zwischen 2008 und 2015 war er bereits als Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH tätig. Hendrik Hegemann studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Öffentliches Recht in Freiburg und Seattle und hat an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über die Rolle internationaler Bürokratien in der globalen und regionalen Antiterror-Kooperation promoviert. Seit 2018 ist er Ko-Sprecher der Themengruppe „Kritische Sicherheitsstudien“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft.

Forschungsprofil | aktuelle Projekte

Hendrik Hegemann beschäftigt sich vor allem mit der zunehmenden Bedeutung transnationaler Sicherheits- und Gewaltrisiken. Sein Fokus liegt insbesondere auf den Themen Terrorismus und Radikalisierung. Zudem untersucht er die Reaktionen liberaler Demokratien auf diese Herausforderungen. Hendrik Hegemann interessiert, welche neuen Konzeptionen und Praktiken von Sicherheit sich in und zwischen liberalen Demokratien entwickeln. In diesem Zusammenhang erforscht er, wie diese Praktiken öffentlich legitimiert und kontestiert werden und welche Konsequenzen sich daraus für die Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Politikgestaltung ergeben.  Seine jüngeren Arbeiten beschäftigten sich unter anderem mit der Antiterror-Politik liberaler Demokratien, neuen Formen sicherheitspolitischen Regierens, der Politik der inneren Sicherheit in Europa und der Politisierung von Sicherheit. Darüber hinaus arbeitete er an der Universität Osnabrück als Ko-Projektleiter für das Forschungsvorhaben „Politisierung europäischer Sicherheit? Politisierungsprozesse in den Bereichen Terrorismusbekämpfung und Grenzsicherheit“, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Ausgewählte Veröffentlichungen

  • Hegemann, Hendrik. 2019.
    Die Politik der Radikalisierung: Ein politisches Narrativ zwischen Komplexitätsreduzierung und Selbstvergewisserung.
    Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung 8 (1): 31-60. DOI: 10.1007/s42597-019-00005-0.
  • Hegemann, Hendrik, Ulrich Schneckener. 2019.
    Politicising European Security: From Technocratic to Contentious Politics?.
    European Security 28 (2): 133-152. DOI: 10.1080/09662839.2019.1624533.
  • Hegemann, Hendrik. 2018.
    Toward ‘Normal’ Politics? Security, Parliaments and the Politicisation of Intelligence Oversight in the German Bundestag.
    British Journal of Politics and International Relations 20 (1): 175-190. DOI: 10.1177/1369148117745683.
  • Hegemann, Hendrik, Martin Kahl. 2018.
    Terrorismus und Terrorismusbekämpfung. Eine Einführung.
    Elemente der Politik. Wiesbaden: Springer VS. DOI: 10.1007/978-3-658-16086-9.
  • Bossong, Raphael, Hendrik Hegemann. 2016.
    EU internal security goverance and national risk assessments: towards a common technocratic model?.
    European Politics and Society 17 (2): 226-241. DOI: 10.1080/23745118.2016.1120990.