Diskussion um Anschaffung neuer Kampfjets – Meinungsartikel in der Frankfurter Rundschau

Dr. Moritz Kütt

Das Verteidigungsministerium plant, seine veralteten Tornado-Jets durch modernere Kampfflugzeuge zu ersetzen: Durch 93 Eurofighter des europäischen Flugzeugbauers Airbus und 45 F18-Jets von Boeing, darunter 30 sogenannte „Super Hornets“. Die Bundeswehrflotte müsse in der Lage sein, NATO-Fähigkeiten vorzuhalten, erklärte Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer jetzt bei einer Anhörung vor dem Bundestag.

Nicht nur beschaffungspolitisch ist das Vorhaben umstritten. Immerhin würde nicht nur beim heimischen Flugzeugbauer Airbus eingekauft, sondern auch bei seinem US-amerikanischen Konkurrenten Boeing. In der Kritik steht vor allem, dass der Kauf der US-amerikanischen F18-Jets Teil der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ sein soll: Die F18-"Super Hornets" sollen als Trägersysteme dienen, um im Ernstfall US-amerikanische Kernwaffen abwerfen zu können. In seinem Meinungsbeitrag in der Frankfurter Rundschau legt Moritz Kütt dar, warum der Kauf dieser Flugzeuge aus technischen, rechtlichen und moralischen Gründen fragwürdig ist. Laut Kütt würde ein Verzicht auf die F18-Jets Deutschland dem erklärten Ziel näherbringen, die weltweite nukleare Abrüstung ernsthaft weiterzuverfolgen.

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