Hamburger Klimawoche: Schülerinnen und Schüler diskutieren über Geoengineering

Ann-Kathrin Benner, Dr. Delf Rothe

In Hamburg findet momentan eine der bundesweit größten Klimaschutzveranstaltungen statt: Die Hamburger Klimawoche. Das IFSH ist erstmals mit dabei und bietet Seminare für Schülerinnen und Schüler an. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie sich der Klimawandel und seine Folgen auf die Sicherheit von Staaten auswirken können.

Unter Anleitung von Ann-Kathrin Benner und Dr. Delf Rothe, die beide am IFSH zu diesem Thema forschen, befassten sich die Jugendlichen mit dem Thema „Geoengineering“. Darunter versteht man Technologien, die darauf abzielen, vorsätzlich das Klimasystem zu ändern, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.

Besonders interessant für die Sicherheitsforschung sind die sogenannten "Solar Radiation Management"-Technologien (häufig SRM abgekürzt), die die Sonneneinstrahlung beeinflussen. Sie haben hohe mögliche Sicherheitsrisiken, über deren tatsächliches Eintreten große Unsicherheit besteht.

Die Schülerinnen und Schüler recherchierten Informationen, erarbeiteten Pro- und Contra-Argumente für den Einsatz solcher Techniken und simulierten im Anschluss eine parlamentarische Debatte. Die Schulklassen kamen am Ende zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die eine Klasse plädierte dafür, "Solar Radiation Management" als Chance zu begreifen und auszuprobieren, während die andere vor den möglichen negativen Folgen warnte, die momentan noch nicht abzuschätzen sind.