„30 Jahre Charta von Paris“ – Auswärtiges Amt und IFSH organisierten OSZE-Diskussionsrunde

Dr. Wolfgang Zellner, Nataliya Schapeler

Die Charta von Paris markierte das Ende des Kalten Krieges und der Teilung Europas. Sie wurde am 21. November 1990 in Paris als Schlussdokument der KSZE-Sondergipfelkonferenz von 32 europäischen Ländern sowie den USA und Kanada unterschrieben. Anlässlich des 30. Jahrestages der Charta luden das Auswärtige Amt und das IFSH am 8. September 2020 zu einem virtuellen runden Tisch mit dem Titel “30 Years Charter of Paris: Lessons for Pragmatic Cooperation in the OSCE Area” ( 30 Jahre Charta von Paris: Lehren für eine pragmatische Zusammenarbeit im OSZE-Gebiet) ein. 

Die geladenen Panelist*innen, u.a. Prof. Dr. Andrei Zagorski und Stephanie Liechtenstein, gingen auf die Stärken und Schwächen der Charta von Paris und den Zeitgeist ein, aus dem heraus sie entstand. Sie beleuchteten die wichtigsten Aspekte der aktuellen Situation der OSZE und machten Vorschläge, wie die Organisation als Ganzes sich reformieren und an veränderte Bedürfnisse anpassen könnte. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden Fragen von den Online-Teilnehmer*innen in die Diskussion aufgenommen, u.a.: War die Charta, von heute aus gesehen, ein naives Dokument? Gibt es im Westen eine Tendenz, auf eine Union von Demokratien anstatt auf multilaterale Organisationen hinzuarbeiten? Ist ein sinnvolles Gesamteuropa ohne gemeinsame Normen möglich? Und wie könnte man zu gemeinsamen Positionen in den drängenden Fragen der Rüstungskontrolle kommen?

Über 110 Teilnehmer*innen aus über 25 Ländern, darunter Vertreter*innen von OSZE-Delegationen, -Institutionen und -Feldoperationen, anderer internationaler Organisationen und des akademischen Lebens einschließlich Mitglieder des OSZE-Netzwerks von Think Tanks und akademischen Einrichtungen nahmen an der zweistündigen Zoom-Veranstaltung aktiv teil.

Die Video-Aufzeichnung des virtuellen Round Table (Teil 1: Panel-Diskussion) anschauen