Nukleare Abschreckung im Ukraine-Krieg - Gastbeitrag in der Berliner Zeitung


Russland blieb bisher ein schneller Erfolg in seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg verwehrt. Die Annahme, dass eine mit der NATO verbündete Ukraine militärisch überlegen wäre und das nachvollziehbare Bedürfnis, die russischen Kriegsverbrechen zu sühnen, treiben Aufforderungen zum Eingreifen in den Konflikt an. Hierzu gehört auch die Aufwertung der nuklearen Abschreckung und Bereitschaft zur atomaren Aufrüstung. Nuklearwaffen seien ein Sicherheitsgarant und Teil der Abwehrstrategie gegen diesen Krieg. Es dürfe sich nur in Sicherheit wägen, wer glaubhaft mit gegenseitiger Vernichtung drohe. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, legt ein Autor:innenteam des IFSH und der HSFK in einem Gastbeitrag in der Berliner Zeitung dar: Die Ausweitung der Abschreckung hat Putins Aggressionskrieg mit ermöglicht und es muss vermieden werden, Moskaus nukleare Drohungen und Provokationen gleichsam zu erwidern.

Der Gastbeitrag „Ukraine-Krieg: Nukleare Abschreckung ist Gift und kann nicht Gegengift sein“ von Maren Vieluf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deep Cuts-Projekt am IFSH, und Sascha Hach, Doktorand der HSFK, ist am 3. Mai erschienen.

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