Raketeneinschlag in Polen – tragischer Unfall durch Raketenabwehrsystem

 

Nach dem Raketeneinschlag in Polen, bei dem zwei polnische Bürger getötet wurden, wurde wild spekuliert, wie es zu diesem Vorfall kam. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht Experte Dr. Ulrich Kühn über den Vorfall, bei dem es sich wahrscheinlich um eine S-300-Rakete gehandelt hat. Diese Rakete sei ein Raketenabwehrsystem russischer Bauart, das so von vielen Staaten und auch der Ukraine eingesetzt werde. Bei dem jetzigen Vorfall scheint es sich um eine Fehlfunktion eben dieses Systems gehandelt zu haben, das um die Stadt Lwiw herum eine aus Norden kommende russische Rakete abzufangen versucht habe.
Das vollständige Interview mit dem Handelsblatt (Ausgabe vom 16.11.2022) lesen Sie hier.

In einem weiteren Interview mit dem Deutschlandfunk erläutert Kühn, wie nach der Raketenexplosion die Spurensuche verläuft. Mittels Infrarotsatelliten könnten Flugbahnen von Raketen verfolgt werden. An einem Tag, an dem über 100 Raketen auf ukrainischem Territorium niedergegangen sind, so Experte Kühn, würden alle NATO-Systeme hochgefahren. Daher verfügten die USA bereits recht schnell nach der Explosion über ein klares Lagebild und hätten sich, um den politischen Druck rauszunehmen, früh mit diesen Erkenntnissen an die Presse gewandt.
Das Interview im Deutschlandfunk (16.11.22) finden Sie hier.