Workshop zu demokratischer Sicherheit

 

Sicherheit gilt oftmals als Problem oder gar Hindernis für demokratische Politik, etwa durch die Stärkung der Exekutive gegenüber anderen Akteuren oder die Befeuerung von Angstdiskursen. Mit dem Wandel und der Erweiterung von Sicherheit findet sich allerdings auch in diesem Feld eine wachsende Vielzahl an politischen Akteuren, Arenen und Argumenten. So beschäftigen sich immer mehr Parlamentsausschüsse mit Sicherheitsfragen und neue Formen der öffentlichen Deliberation finden auch im Sicherheitsbereich Anwendung. Wie genau diese unterschiedlichen politischen Praktiken ablaufen und wie sie sich die auf die demokratische Qualität von Sicherheitspolitik auswirken ist bisher wenig erforscht. Zudem bleibt offen, ob und wie Umständen bestimmte Verständnisse von Sicherheit sogar einen positiven Effekt auf demokratische Politik haben könnte. 

Im Rahmen der EISA European Workshops in International Studies, die in diesem Jahr digital stattfanden, organisierte Hendrik Hegemann zusammen mit Tara McCormack (Leicester University) einen Workshop zum Thema „Democratic Security: Concepts, Practices, Consequences“. Die internationalen Teilnehmer*innen diskutierten am 1. und 2. Juli 2021 dabei übergreifende theoretische und normative Fragen zu unterschiedlichen Konzeptionen demokratischer Sicherheit, erörterten aber auch konkrete empirische Fallbeispiele aus unterschiedlichen Bereichen. Besonders deutlich wurde dabei die Notwendigkeit einer differenzierten Analyse, die die jeweiligen Auffassungen und Standards von Demokratie deutlich macht sowie deren kontextabhängige Ausprägungen und Konsequenzen reflektiert.

Hier geht es zum Programm.