Zweiteilige Diskussionsreihe des IFSH im Rahmen des Jubiläumsprogramms "100 Jahre Universität Hamburg"

Teil 1: Gegen Hass und Gewalt - Radikalisierungsprävention bei Jugendlichen und Medienerziehung im digitalen Zeitalter

 

Worum geht es?

Soziale Medien sind mittlerweile für Jugendliche das Mittel der Wahl zur Kommunikation und Information. Doch die Anonymität im Cyberraum birgt auch Gefahren, denn sie verändert die Grenzen des Sagbaren. Fake News verbreiten sich im Internet wie Lauffeuer und verstärken demokratiefeindliche Sichtweisen. Das nutzen auch politische und religiöse Extremisten und Populisten. Sie polarisieren, animieren mit Hassreden zur Gewalt im analogen Raum oder rekrutieren ihre jungen Anhänger über soziale Medien wie Facebook. Wie kann Erziehung gelingen, wenn sich die Gesellschaft polarisiert? Wie erkennen wir, wenn sich unser Kind oder ein Schüler radikalisiert? Wie immunisiert man junge Leute gegen die verbale Gewalt und radikalen Verlockungen aus dem Internet? Wie vermitteln wir den richtigen Umgang mit Information im Internet? Wie erziehen wir zum guten Zusammenleben in unserer Gesellschaft in einer Zeit, in der Gewalt zunehmend auch digital geworden ist?

Unsere Diskussionsgäste sind:

  • Kurt Edler, Pädagoge und langjähriger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik
  • Christian Stöcker, Journalist und Professor für Digitale Kommunikation an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW)
  • Theresa Lehmann, Amadeu-Antonio-Stiftung Berlin
  • Hussein Mazloum, Verein "Ufuq", Hamburg

Infos über den zweiten Teil der Diskussionsreihe finden Sie hier.


Über die zweiteilige Diskussionsreihe "Die Generation YouTube und die Demokratie. Wie digitale Medien die politische Meinung von Jugendlichen beeinflussen und was wir daraus für die politische Werteerziehung lernen":

Die Europawahlen waren ein Weckruf an die etablierten Parteien: Wer es nicht schafft, mit jungen Wählern auf Augenhöhe zu kommunizieren, wer nicht die Sprache der sozialen Medien spricht, verliert. Youtube und Facebook sind zum Sprachrohr einer ganzen Generation geworden. Wie verändert das Medienverhalten von Jugendlichen deren Verhältnis zur Demokratie? Welche Gefahren für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt gehen vom Cyberraum aus? Welche Chancen für politische Partizipation junger Menschen hält die Digitalisierung bereit? Und wie müssen Gesellschaft und Politik darauf reagieren? Diese Fragen stellen sich umso dringlicher in einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint. Kurzum: Um Erziehung zu Demokratie und Frieden im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung – darum soll es bei unserer zweiteiligen Veranstaltungsreihe gehen. Sie findet im Rahmen des Jubiläumsprogramms „100 Jahre Universität Hamburg“ statt.

Gefördert aus dem Jubiläumsfonds der Universität Hamburg