Zweiteilige Diskussionsreihe des IFSH im Rahmen des Jubiläumsprogramms "100 Jahre Universität Hamburg"

Teil 2: Mitmischen und Aufrütteln: Digitaler Aktivismus als Ausdruck einer neuen Jugend-Protestkultur? 

 

Worum geht es?

Klimaschutz statt Spielkonsole; Straßenprotest statt Schule: die Fridays for Future-Bewegung, die Proteste gegen die EU-Urheberrechtsreform oder die politischen Wellen, die Rezos „Zerstör-Video“ gegen die CDU vor den Europawahlen geschlagen hat, zeigen, dass unsere Jugend weder bequem noch gleichgültig ist, sondern dass sie der Politik selbstbewusst entgegentritt und sich mit Nachdruck für ihre Belange einsetzt – und das auch länderübergreifend. Soziale Medien spielen hierbei eine zentrale Rolle, denn Partizipation und politisches Engagement finden bei der Generation YouTube primär über das Internet statt. Entsteht hier gerade eine neue Jugend-Protestkultur? In welcher Art und Weise befähigt die Digitalisierung Jugendliche zur politischen Meinungsäußerung und Mitgestaltung? Wie sollten Einrichtungen der politischen Bildung, wie sollte die Politik diese Entwicklungen nutzen, um das Interesse der Generation YouTube an der Demokratie auch dauerhaft zu stärken?

Unsere Diskussionsgäste sind:

  • Sigrid Baringhorst, Politikwissenschaftlerin, Universität Siegen
  • Sebastian Haunss, Protestforscher, Universität Bremen
  • Jan Schipmann, Social Media-Journalist und Blogger (Hyperbole TV und „Die da Oben“), Berlin
  • Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg

Infos über den ersten Teil der Diskussionsreihe finden Sie hier.


Über die zweiteilige Diskussionsreihe "Die Generation YouTube und die Demokratie. Wie digitale Medien die politische Meinung von Jugendlichen beeinflussen und was wir daraus für die politische Werteerziehung lernen":

Die Europawahlen waren ein Weckruf an die etablierten Parteien: Wer es nicht schafft, mit jungen Wählern auf Augenhöhe zu kommunizieren, wer nicht die Sprache der sozialen Medien spricht, verliert. Youtube und Facebook sind zum Sprachrohr einer ganzen Generation geworden. Wie verändert das Medienverhalten von Jugendlichen deren Verhältnis zur Demokratie? Welche Gefahren für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt gehen vom Cyberraum aus? Welche Chancen für politische Partizipation junger Menschen hält die Digitalisierung bereit? Und wie müssen Gesellschaft und Politik darauf reagieren? Diese Fragen stellen sich umso dringlicher in einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint. Kurzum: Um Erziehung zu Demokratie und Frieden im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung – darum soll es bei unserer zweiteiligen Veranstaltungsreihe gehen. Sie findet im Rahmen des Jubiläumsprogramms „100 Jahre Universität Hamburg“ statt.

Gefördert aus dem Jubiläumsfonds der Universität Hamburg