Ein wichtiger Prozess in der nuklearen Abrüstungsverifikation besteht in der Authentifizierung von Nuklearwaffen. Dabei wird sichergestellt, dass es sich bei einem Objekt tatsächlich um eine Nuklearwaffe handelt. Diese Authentifizierung basiert meist auf der Messung der emittierten Strahlung von Kernwaffen. Ist es möglich, diese Emissionen durch andere Materialien nachzuahmen und damit in einem Verifikationsprozess zu betrügen? Diese Frage ist noch immer unbeantwortet. Das Schließen dieser Forschungslücke ist von zentraler Relevanz für jegliche Bemühungen um nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle.

In diesem Forschungsprojekt wird durch Computer-Simulationen untersucht, inwieweit sich die radioaktive Signatur eines nuklearen Sprengkopfes imitieren lässt. Es werden Vorschläge erarbeitet, wie Verifikationsverfahren modifiziert werden müssten, um diese Betrugsmöglichkeit ausschließen zu können. Die Ergebnisse sind relevant für politische Entscheidungsträger*innen und können das gegenseitige Vertrauen internationaler Akteur*innen bei zukünftigen Abrüstungsprozessen immens fördern.

Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung Friedensforschung gefördert. Laufzeit: März 2021 bis Februar 2023