Die gestiegene Zahl und die zunehmende Intensität von rechtsextremen Gewalttaten in Europa sind besorgniserregend. Rechtsextreme Gruppierungen nutzen verstärkt Verschwörungstheorien und Falschinformationen, um Hass zu schüren und die Gesellschaft zu spalten. Die Corona-Pandemie hat den Rechtsextremismus in Europa vielerorts noch verschärft. Im Rahmen der Hamburger Europawochen 2024 diskutieren Expert:innen im Kaisersaal des Hamburger Rathauses über rechtsextremistische Strömungen in Europa.

Die Expert:innen sind:

  • Stephen Albrecht, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt “NEOVEX” am IFSH
  • Nissar Gardi, Bildungsreferentin bei Arbeit und Leben e.V.
  • Hannah Neumann, Abgeordnete der Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz im Europäischen Parlament
  • Andreas Speit, Journalist und Publizist

Moderation: Alske Freter, Abgeordnete der Grünen-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft und Sprecherin für u.a. Europa

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Veranstaltung wird von der Hamburger Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen organisiert. 

Was können wir von der Pazifik-Region lernen, wenn es um die Bewältigung der eng miteinander verbundenen Herausforderungen von Klimawandel und Sicherheit geht? Diese öffentliche Podiumsdiskussion bringt Expert:innen aus dem pazifischen Raum und aus Nordeuropa zusammen, um darüber zu diskutieren, wie sich der Klimawandel auf Frieden und Sicherheit in verschiedenen Regionen auswirkt. Vom Anstieg des Meeresspiegels, der die pazifischen Inselstaaten bedroht, bis hin zur "Umweltgewalt", der arktische Gemeinden ausgesetzt sind, wird die Veranstaltung die Bedeutung lokaler Perspektiven und indigenen Wissens hervorheben, die dabei unterstützen könnten, Antworten auf die Sicherheitsauswirkungen des Klimawandels zu finden.  

Allzu oft werden regionale Unsicherheiten von breiteren Diskursen überschattet, die sich auf westliche Ideen und Interessen konzentrieren. Während sich westliche Sichtweisen beispielsweise auf die geopolitischen Auswirkungen des Klimawandels konzentrieren, sind pazifische Gemeinschaften zutiefst besorgt über den Verlust ihres kulturellen Erbes und ihres Land, das unter dem steigenden Meeresspiegel zu verschwinden droht. Auch in der Arktis werden traditionelle Lebensweisen durch Umweltveränderungen gestört, was zu neuen Sicherheitsbedenken bei der lokalen Bevölkerung führt.

Pazifische Inselbewohner:innen und andere indigene Gemeinschaften in stark betroffenen Gebieten sind jedoch alles andere als bloße Opfer der Klimakrise. Sie sind Pioniere, die mit Initiativen zur Eindämmung des Klimawandels und Innovationen bei der Anpassung an den Klimawandel eine Vorreiterrolle einnehmen - ein Beispiel dafür sind die Rising Nations Initiative und der Vorstoß für ein digitales Tuvalu. Die Podiumsdiskussion beleuchtet diese jüngsten Initiativen und fördert das gegenseitige Lernen und den Austausch.

Moderation:

Prof. Dr. Ursula Schröder
Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg  

Podiumsteilnehmer:innen:

Philippe Maupai  
Stellvertretender Leiter des Referats „Geopolitik des Klimawandels, Klima und Sicherheit“ des Auswärtigen Amts

Upolu Luma Vaai
Direktorin und Professorin für Theologie und Ethik am Pacific Theological College, Fidschi

Janani Vivekananda
Leiter des Programms Klimadiplomatie und Sicherheit bei adelphi  

Cedric H. de Coning
Forschungsprofessor in der Forschungsgruppe für Frieden, Konflikt und Entwicklung am Norwegischen Institut für Internationale Angelegenheiten (NUPI)

Anna Naupa
Doktorandin für Ni-Vanuatu an der Fakultät für Kultur, Geschichte und Sprache der Australian National University

 

Anmeldung

Sie können sich online über den Link feedback.ifsh.de/vf/_NEWPQcA5 zu der Veranstaltung anmelden. Nach der Anmeldung erhalten Sie von uns einen Zoom-Link ein paar Tage vor der Veranstaltung.


Dieser Politikdialog ist eine gemeinsame Veranstaltung des Toda Peace Institute (Japan), der Universität Hamburg und des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine erschüttert die Welt und vor allem Europa. Viele Politiker:innen und hochrangige Militärs fordern mehr Verteidigungsbereitschaft innerhalb Europas. Es wird massiv in Rüstung investiert. Die «regelbasierte Ordnung» Europas ist spätestens seit dem russischen Überfall auf die Ukraine in die Schusslinie geraten. Immer wieder gibt es Debatten über die (Un-)Möglichkeiten von Diplomatie und Politik. Diese werden oft verstanden als Gegensatz zu militärischen Einsätzen. Es scheinen sich unversöhnliche Positionen gegenüberzustehen. Darüber wollen wir diskutieren und fragen nach: Wie steht es um die Aussicht auf Frieden? Was ist und was scheint möglich zu sein? Auf welchen Vorstellungen, Erfahrungen und Strukturen können politische Lösungen aufsetzen, um die aktuellen Kriege und Konflikte in Europa und darüber hinaus beizulegen?

Zu diesen Fragen lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. zusammen mit dem Kulturforum Schleswig-Holstein e.V. zum Streitgespräch zwischen 

Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker, u.a. engagiert in der Initiative „Entspannungspolitik – Jetzt!“

und

Dr. habil. Cornelius Friesendorf, Leiter des Zentrums für OSZE-Forschung am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

ein. 

Durch den Abend führt die Journalistin Hannah Böhme.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist erforderlich über den "Anmelden" Button auf dieser Seite: www.fes.de/lnk/jochen-steffen-forum

Bei Rückfragen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich gerne an die Friedrich-Ebert-Stiftung unter 040-32587420 oder per E-Mail an hamburg@remove-this.fes.de.

Seit nunmehr zwei Jahren führt Russland mit unerbittlicher Härte seinen Angriffskrieg in der Ukraine. Viele Russinnen und Russen haben längst verstanden, dass der Krieg weit mehr ist als eine zeitlich und geografisch begrenzte „Spezialoperation“, mit der die Bevölkerung vermeintlich nichts zu tun haben soll. Putins Krieg hat mittlerweile alle Bereiche des politischen und gesellschaftlichen Lebens in Russland erfasst. Wie wirkt sich der Krieg konkret auf die inneren Entwicklungen des Landes aus? Wie beeinflussen diese Entwicklungen möglicherweise den weiteren Verlauf des Kriegs? Welche Rolle spielt der Krieg bei den bevorstehenden russischen Präsidentschaftswahlen im März? Und wie ist der Tod des Kreml-Kritikers Alexei Nawalny in diesem Zusammenhang einzuordnen?

Über diese und weitere Fragen spricht IFSH-Russlandexpertin Dr. Regina Heller beim kommenden Abendsalon. Die Politikwissenschaftlerin hat unter anderem in Moskau und St. Petersburg studiert und befasst sich seit vielen Jahren aus friedens- und konfliktwissenschaftlicher Perspektive mit Russland und seiner Innen- und Außenpolitik.

Diese Veranstaltung ist Teil des „Abendsalon“-Formats der Hamburger Bar HADLEY’S, das in Zusammenarbeit mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. jeden Montagabend stattfindet. IFSH-Friedensforscher:innen geben jeden 1. oder 2. Montag im Monat im HADLEY’S Einblicke in ihre Forschung und tauschen sich mit dem Publikum aus. Die „Abendsalons“ beginnen stets um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Wir empfehlen eine vorherige Anmeldung via reservierungen@hadleys.de. Nähere Infos zum „Abendsalon“ im HADLEY’S gibt es hier.

Der nächste „Abendsalon“ mit IFSH-Beteiligung findet am 8. April 2024 mit Dr. Anne Menzel statt. Sie wird das Thema „Feministische Außenpolitik“ näher beleuchten.
 

Warum ist es so schwierig, eine stabile Weltordnung zu schaffen? Die Frage nach den Voraussetzungen für Ordnung im internationalen System gehört zu den großen Themen der Politikwissenschaft. Von Immanuel Kant über Hedley Bull bis zu Anne-Marie Slaughter existieren zahlreiche Erklärungsansätze. Diese verstehen die internationale Ordnung meistens als etwas Gutes und Wünschenswertes. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass jede Ordnung auch Gewinner und Verlierer schafft. Ob nun die amerikanisch dominierte liberale regelbasierte Weltordnung seit 1945 oder der britische Imperialismus des 19. Jahrhunderts – internationale Ordnungsbildungsprozesse sind in hohem Maße durch Wettbewerb und Zielkonflikte geprägt.

Ian Hurd argumentiert, dass wir Ordnungsbildungsprozesse am besten durch eine Analyse der mit ihnen verbundenen Kontroversen verstehen können. In seinem Vortrag diskutiert er die historisch-politischen und wissenschaftlichen Entstehungskontexte unterschiedlicher Weltordnungen und zeigt die ihnen zugrundeliegenden politischen Konflikte auf. Zudem spricht er darüber, wie Weltordnungen geschaffen werden und wer davon profitiert. 

Ian Hurd ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Weinberg College Center for International and Area Studies an der Northwestern University (Evanston, USA). 

Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) mit der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg im Rahmen der Hamburg Empirical Political Science Seminar Series - HPS³. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Vorlesungsreihe finden sich auf der Webseite der HPS³.

Der Vortrag ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung in englischer Sprache stattfindet.

Ist die Demokratie ein Zukunfts- oder ein Auslaufmodell? Der Einfluss rechtspopulistischer und demokratiefeindlicher Strömungen nimmt in Europa aber auch weltweit erkennbar zu und damit die Aushöhlung demokratischer Spielregeln wie Rede- und Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit mit dazu gehöriger Gewaltentrennung oder korrekte Durchführung von Wahlen und Akzeptanz von deren Ergebnissen. Vor 75 Jahren trat das deutsche Grundgesetz in Kraft, ausgearbeitet von Männern und Frauen, die sich klar zum Prinzip der streitbaren Demokratie bekannten. Nie wieder sollte es demokratiefeindlichen Kräften möglich sein, die Demokratie legal zu beseitigen.

Heute erhält in Deutschland eine Partei beträchtlichen Zuspruch, die vom Verfassungsschutz bundesweit als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft wird und entsprechend beobachtet werden darf. Dies wirft Fragen auf: Wie ist das möglich, woran kann das liegen und, vor allem, wie stabil ist unser demokratisches System, wie „wehrhaft“ ist das deutsche Grundgesetz wirklich gegenüber demokratiefeindlichen Versuchungen?

Diese und weitere Fragen erörtert IFSH-Wissenschaftler Dr. Hendrik Hegemann bei einer Vortragsveranstaltung von NEW GENERATION e.V. und freut sich anschließend auf eine lebhafte Diskussion mit den Gästen.

Anmeldung
Der Veranstalter NEW GENERATION e.V. Hamburg bittet um vorherige Anmeldung.

Donald Trump ist erneut Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Das mächtigste Land der Welt wird künftig von einem Mann geführt, der bereits in seiner ersten Amtszeit unter Beweis gestellt hat, dass er unberechenbar ist. In der westlichen Welt wird er dafür kritisiert, einen autokratischen Regierungsstil zu verfolgen, populistische Entscheidungen zu treffen und mitunter demokratische Errungenschaften in Abrede zu stellen. Welche Politik verfolgt Trump? Welche Entscheidungen sind insbesondere im Feld der Sicherheits- und Nuklearwaffenpolitik zu erwarten. Wie werden sie sich auf Deutschland und Europa auswirken – und wie darauf reagieren? IFSH-Wissenschaftler und USA-Kenner Dr. Tobias Fella gibt im Abendsalon am 27. Januar Antworten auf diese und weitere Fragen.

Diese Veranstaltung ist Teil des „Abendsalon“-Formats der Hamburger Bar HADLEY’S, das in Zusammenarbeit mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. jeden Montagabend stattfindet. IFSH-Friedensforscher:innen geben Einblicke in ihre Forschung und tauschen sich mit dem Publikum aus. Die „Abendsalons“ beginnen stets um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Wir empfehlen eine vorherige Anmeldung via reservierungen@remove-this.hadleys.de. Nähere Infos zum „Abendsalon“ im HADLEY’S gibt es hier.

 

Die Zahl der Kriegstoten hat sich 2022 im Vergleich zu 2021 verdoppelt und erreicht damit den höchsten Stand seit 1994. Nicht nur die Zahl der Gewaltkonflikte steigt, sondern auch ihre Dauer. Am Beispiel des Krieges in der Ukraine zeigt der Vortrag der Professorin Ursula Schröder, was wir aus der Friedens- und Konfliktforschung darüber wissen, wann und wie Kriege enden - und wann nicht. Gibt es gangbare Wege, den aktuellen Krieg zu beenden und was lehren uns vergangene Kriege und Friedensprozesse?

Was ist „Wissen vom Fass“?

Mit einem Getränk in der Hand den neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft lauschen? Am Tresen mit Forscher:innen über ihre aktuellen Projekte plaudern? Kurz: Abends ausgehen und dabei etwas lernen? All das geht bei „Wissen vom Fass“! 
Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verlassen ihre Computer und Labore und schwärmen aus in die Kneipen und Bars der Hansestadt. Und Sie haben die Chance, Antworten auf spannende Fragen zu bekommen. 

„Wissen vom Fass“ wird vom Forschungszentrum DESY und der Universität Hamburg veranstaltet.

Weitere Infos zum Programm gibt es hier.

Eine Bedrohung für unsere Demokratie nennt die deutsche Innenministerin das, was an Spionage und Cyberangriffen in Deutschland derzeit passiert. Die Agierenden im Hintergrund: Kriminelle, aber auch Agenten von ausländischen Geheimdiensten oft mit Sitz in Russland oder China.

Die Betroffenen: Parteien und Politiker. Die Parteizentralen von CDU und SPD sind kurz hintereinander gehackt worden. Kommunen werden lahmgelegt – zum Beispiel in Potsdam. In Zeiten großer Wahlen von Landtagen, dem Bundestag, nehmen die Angriffe zu.

Es sind aber auch Konzerne betroffen und manchmal Konzernlenker ganz direkt, wie der Chef vom Rüstungskonzern Rheinmetall. Zwei von drei deutschen Unternehmen sehen sich durch Cyberattacken und Spionage in ihrer Existenz bedroht.

Spionage und Cyberangriffe in Deutschland sind kein neues Phänomen. Aber die Bedrohungslage hat zugenommen und die Waffen der Spione sind immer schwerer zu entschärfen.

Das RBB24 Inforadio Forum in Kooperation mit dem Deutschen Spionagemuseum diskutiert.

Wie machen es die Agenten von heute in Deutschland: Wie wird Desinformation verbreitet, Demokratie gefährdet und gezielt attackiert? Wie bereiten wir uns besser darauf vor?

Teilnehmer

Michael Götschenberg, ARD-Spionageexperte
Gerhard Schindler, Ex-BND-Chef
Matthias Schulze, Cyberspionageexperte beim Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
Florian Schimikowski, Historiker beim Deutschen Spionagemuseum

Moderation

Sandra Schwarte, RBB24 Inforadio

Der brutale Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat bereits unzähligen Menschen das Leben gekostet und viele ukrainische Städte und Dörfer zerstört. Trotz alledem engagieren sich Freiwillige wie beispielsweise die „B50 Community“ schon jetzt für den Wiederaufbau der Ukraine. Eine Fotoausstellung im Außenbereich des Hamburger Mahnmals St. Nikolai gibt Einblicke in das Engagement dieser Helfer:innen, die neben ihrer Arbeit ehrenamtlich in zerstörten Dörfern und Städten Trümmer beseitigen, Schutzräume in Kindergärten und Schulen errichten und Bewohner:innen beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützen.

Was kann noch getan werden? Auf der Podiumsdiskussion erörtern Expert:innen aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und deutschen Akteuren. Die zentrale Frage lautet: Wie kann ein Land, das sich noch im Krieg befindet, wiederaufgebaut werden?

Es diskutieren

  • Prof. Dr. Ursula Schröder (Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg)
  • Jean P. Froehly (Leiter des Arbeitsstabs Ukraine Recovery Conference im Auswärtigen Amt)
  • Thomas Kleine-Brockhoff (Guido Goldman Distinguished Scholar for Geostrategy, German Marshall Fund)
  • Philip Sweens (Geschäftsführer HHLA International, Sprecher des Ukraine Arbeitskreises im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft)

Die Veranstaltung wird von Dr. Sabine Bamberger-Stemmann (Direktorin Landeszentrale für politische Bildung Hamburg) eröffnet und von Anke Harnack (Journalistin) moderiert. 

Anmeldung

Über die Homepage des Mahnmals St. Nikolai können sich Interessierte für die Veranstaltung anmelden. 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg statt und ist Teil dieser Fotoausstellung, die vom 23. Februar bis Ende Juni 2024 im Außenbereich des Mahnmals kostenlos und rund um die Uhr besichtigt werden kann.

In den vergangenen Jahren ist viel über feministische Außen- und Sicherheitspolitik diskutiert worden, insbesondere nachdem der Begriff zunächst in den Koalitionsvertrag der Ampelparteien aufgenommen und schließlich im Jahr 2023 in zehn Leitlinien des Auswärtigen Amtes konkreter ausformuliert wurde. In ihnen wird die Absicht dargelegt, Frauen – aber auch andere „marginalisierte Gruppen“ – einzubeziehen, teilhaben zu lassen, zu schützen, zu ihren Rechten zu verhelfen und ihre Perspektiven zukünftig systematisch mitzudenken. 

Neu ist dies für sich genommen nicht. Solche Überlegungen spielen bereits seit Jahrzenten eine prominente Rolle in friedens-, sicherheits- und entwicklungspolitischen Überlegungen und Maß-nahmen. In sogenannten Entwicklungsländern liegt der Fokus dabei oft auf Maßnahmen zum „empowerment“ von Frauen, etwa über Rechtsreformen, Aufklärungskampagnen und Mikrokredite. Eine spezielle Variante solcher Maßnahmen, die vor allem in den 2010er Jahren verbreitet eingesetzt wurde, ist das „empowerment“ junger Frauen und Mädchen. Dieses beinhaltet zum Beispiel, dass sie überhaupt und nach Möglichkeit lange zur Schule gehen und über Hygiene, Sexualität und die Risiken früher Schwangerschaft aufgeklärt werden sollen. Zudem sollen Mädchen und Frauen mit formalen Rechten ausgestattet werden, die sie beispielsweise vor früher Zwangsverheiratung schützen. „Girls empowerment“, so wird argumentiert, komme nicht nur den Mädchen selbst zugute, sondern sei eine entscheidende Triebfeder für Sicherheit und Entwicklung in Ländern des Globalen Südens: Denn aufgeklärte Mädchen investierten demnach später wieder in die Bildung und Gesundheit ihrer Kinder, hielten sich selbst und ihre Kinder von gewalttätigen Männern fern und trügen durch ihre Innovations- und Arbeitskraft zu Wachstum in ihren Heimatländern bei – so die Theorie. 

Dr. Anne Menzel berichtet im Abendsalon aus ihrer Forschung zu „girls empowerment“ im westafrikanischen Sierra Leone und diskutiert insbesondere die Kritik, die von feministischen Forscher:innen an dortigen Maßnahmen geübt wird. Die Politikwissenschaftlerin wurde mit einer Arbeit über Gefährlichkeit und unfriedliche Beziehungen in der sierra-leonischen Nachkriegsgesellschaft promoviert. Ihre Forschung verbindet Policy-relevante Probleme mit ethnographischer Forschung und soziologischen Perspektiven auf Konflikte und Machtverhältnisse. Der Abend wird von Dr. Klara Stumpf (Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.) moderiert.

Diese Veranstaltung ist Teil des „Abendsalon“-Formats der Hamburger Bar HADLEY’S, das in Zusammenarbeit mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. jeden Montagabend stattfindet. IFSH-Friedensforscher:innen geben jeden 1. oder 2. Montag im Monat im HADLEY’S Einblicke in ihre Forschung und tauschen sich mit dem Publikum aus. Die „Abendsalons“ beginnen stets um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Wir empfehlen eine vorherige Anmeldung via reservierungen@hadleys.de. Nähere Infos zum „Abendsalon“ im HADLEY’S gibt es hier.

Welchen sicherheitspolitischen Bedrohungen ist Deutschland künftig ausgesetzt? Wird das Land angesichts der ausgerufenen sicherheitspolitischen Zeitenwende zu einer Militärmacht und sollte es vielleicht sogar eigene Atomwaffen besitzen? Wie ist es um die Abrüstung und die Rüstungskontrolle bestellt? 

Um all diese Fragen geht es bei dem jetzt von Dr. Ulrich Kühn herausgegebenen Sammelband „Germany and the Politics of Nuclear Weapons in the 21st Century: Atomic Zeitenwende?“. Er ist das Ergebnis eines von der Stanton Foundation geförderten einjährigen internationalen Publikationsprojekts. Der Sammelband und seine zentralen Aussagen, Ergebnisse und Thesen werden jetzt offiziell bei einer Präsentation in Washington, D.C. vorgestellt.

Es diskutieren:

  • Dr. George Perkovich (Vice President for Studies, Carnegie Endowment for International Peace)
  • Dr. Ulrich Kühn (Leiter des Forschungsbereichs Rüstungskontrolle und Neue Technologien am IFSH)
  • Dr. Liana Fix (Fellow for Europe at the Council on Foreign Relation)
  • Dr. Amy J. Nelson (Fellow - Foreign Policy, Strobe Talbott Center for Security, Strategy, and Technology at Brookings)
     

Anmeldung
Über die Homepage des Carnegie Endowment for International Peace können sich Interessierte für die Veranstaltung anmelden. Die Veranstaltung findet hybrid statt.
 

In der aktuellen sicherheitspolitischen Lage kommt dem Militär eine besondere Bedeutung zu. Bundeskanzler Scholz beschrieb die Bundeswehr als zentralen Garanten für Sicherheit und Frieden und setzte mit der sogenannten Zeitenwende mehr Geld für die Verteidigung frei. Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung (46 Prozent) stimmt den erhöhten Ausgaben für Verteidigung zu, ein Viertel der Bevölkerung hält sie noch immer für zu niedrig. Künftig sollen zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes in die Landesverteidigung investiert werden. Diese Entwicklung ist neu für die bundesdeutsche Außenpolitik, die traditionell vor einer offenen Diskussion über Waffenlieferungen, Auslandseinsätze und Bündnisverteidigung zurückschreckt. Wie also verändert die zunehmende Bedeutung des Militärs die deutsche Außenpolitik? Und welche Rolle spielt die neue deutsche Verteidigungspolitik für die internationale Zusammenarbeit, Bündnisse und Diplomatie?  

Das Gespräch mit dem ehemaligen Botschafter Rüdiger Lüdeking und der Friedensforscherin Prof. Dr. Ursula Schröder moderiert die NDR-Journalistin Anna Engelke.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Körber-Stiftung.

Wenn Sie dabei sein möchten, können Sie sich ab dem 10. April über die Website der Körber-Stiftung anmelden.

Was in Ungarn aktuell undenkbar scheint, ist letztes Jahr in Polen gelungen: Nach acht Jahren wurde die rechts-autoritäre PIS (Partei für Recht und Gerechtigkeit) von einem breiten Parteienbündnis abgelöst. Selbst die auf Linie gebrachten öffentlichen Medien und die Versuche, das Justizsystem zu kontrollieren, haben daran nichts geändert. Wie war dies möglich. Welche Rolle hat die Zivilgesellschaft gespielt, die in Polen von jeher sehr stark ist? Wie mussten die Parteien – von links bis konservativ – zusammenarbeiten, um einen weiteren Wahlsieg der PIS und einen weiteren Demokratieabbau zu verhindern? Was können wir für die Europawahlen daraus lernen und wie ist der Umschwung in Polen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern einzuordnen?

Małgorzata Kopka-Piątek vom Institute of Public Affairs in Warschau wird in einem einführenden Beitrag die aktuelle Situation in Polen schildern. In der anschließenden Diskussionsrunde erläutert Hendrik Hegemann vom IFSH, inwiefern sich die Entwicklungen in Polen mit den Erfahrungen aus anderen europäischen Demokratien vergleichen lassen und wo die Möglichkeiten und Herausforderungen demokratischer Akteure im Umgang mit rechts-autoritären Parteien liegen. Die Veranstaltung moderiert Jörn Dobert von der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Politisch stellen, aber wie? Strategien gegen rechts“ der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, dem Diakonischen Werk Hamburg und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg. Die Veranstaltung wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Die Veranstaltung kann auch im Livestream verfolgt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Spätestens mit dem Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine sind offensive Cyber-Operationen als Mittel der Kriegsführung etabliert. Als Reaktion darauf entwickeln vormals rein defensiv agierende Staaten Fähigkeiten zur aktiven Cyber-Abwehr. Diese Entwicklungen erzeugen neue Dynamiken, die auch Implikationen für Deutschland haben. In dieser Veranstaltung diskutieren Sicherheits- und Cyberexperten unterschiedliche Vorgehensweisen und konkrete Gegenmaßnahmen auf akute Angriffe zur aktiven Cyberabwehr. Sie beleuchten darüber hinaus, wie es gelingen kann, Cyberangriffe durch Rüstungskontrolle einzudämmen. Dazu diskutieren sie unter anderem folgende Leitfragen:
Welchen Stellenwert nimmt aktive Cyberabwehr in den Sicherheitspolitiken verschiedener Länder ein? Welche rechtlichen und ethischen Grenzen sollte es geben? Wie können Maßnahmen der Rüstungskontrolle den Cyberspace stabilisieren?

Es diskutieren:
Dr. Matthias Schulze, Leiter des Forschungsschwerpunktes Internationale Cybersicherheit am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) (X @perceptic0n)
Dr. Thomas Reinhold, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Cluster Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung am PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (X @CyberPeace1) 

Moderation: Anja Dahlmann, Leiterin des Berliner Büros des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) (X @adahlma) 


Anmeldung und Hinweise

Bitte melden Sie sich bis zum 13. Mai 2024 unter diesem Link (https://feedback.ifsh.de/vf/_MVQuVrQm) zur Veranstaltung an. 

Wenn Sie Fragen haben, senden Sie diese bitte an berlin@ifsh.de. Informationen zu den Aktivitäten des Berliner Büros des IFSH und den Berliner Veranstaltungsformaten finden Sie hier.

Das Deutsche Forum Sicherheitspolitik (DFS) ist ein Veranstaltungsformat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) unter der Beteiligung mehrerer Think Tanks, Stiftungen und Organisationen, die ein breitgefächertes Diskussionsangebot anbieten. Weitere Informationen zum jährlich stattfindenden DFS finden Sie hier.
 

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat insbesondere die deutsche Sicherheitspolitik revolutioniert: Die viel beschworene Zeitenwende setzt auf Abschreckung und Verteidigung. Für Dr. habil. Cornelius Friesendorf, Forscher am IFSH, gibt es angesichts des russischen Revisionismus zu Abschreckung und Verteidigung gegen Russland keine Alternative. Das gleiche gilt für die militärische Unterstützung der Ukraine. Im HADLEY’s Abendsalon am 6. Mai fordert er aber, mögliche Nebeneffekte der neuen Sicherheitspolitik stärker zu bedenken.

Eine militärische Eskalation ist eines der Risiken der aktuellen sicherheitspolitischen Konstellation, die von instabiler Abschreckung und dem Ukrainekrieg geprägt ist. Dieses Risiko hängt mit der Ungewissheit zusammen, wie der Kreml auf westliche Strategien reagiert. Hinzu kommen weitere Risiken, unter anderem eine verstärkte Wagenburgmentalität in Russland und eine Überforderung der EU. Auch erschwert die sicherheitspolitische Neuausrichtung Investitionen in soziale Infrastruktur oder Technologie und riskiert damit, populistische Parteien zu stärken und weniger konkurrenzfähig gegenüber China zu sein. 

Laut Cornelius Friesendorf wären die Risiken einer abnehmenden Unterstützung der Ukraine noch größer. Allerdings plädiert er für eine öffentliche Debatte, die neben der berechtigten Kritik an der schleppenden Umsetzung der Zeitenwende auch mögliche nicht-intendierte Konsequenzen einer instabilen, konfrontativen Sicherheitsordnung berücksichtigt. Risikomanagement auf allen Politikfeldern müsse für den Friedensforscher Teil von Strategien gegen Putins Russland sein. Risiken zu diskutieren und zu vermindern sei kein Zeichen von Schwäche gegenüber Russland, sondern verantwortungsethisch geboten.

Diese Veranstaltung ist Teil des „Abendsalon“-Formats der Hamburger Bar HADLEY’S, das in Zusammenarbeit mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. jeden Montagabend stattfindet. IFSH-Friedensforscher:innen geben jeden 1. oder 2. Montag im Monat im HADLEY’S Einblicke in ihre Forschung und tauschen sich mit dem Publikum aus. 

Der nächste HADLEY’S Abendsalon mit Beteiligung des IFSH findet am 3. Juni um 19:30 Uhr statt. Dann wird der Physiker Dr. Moritz Kütt über seine Forschung zu Risiken einer nuklearen Eskalation berichten. Da die Nachfrage oft größer ist als die Zahl der vorhandenen Plätze, wird um vorherige Anmeldung gebeten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das globale Konfliktgeschehen hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft: Der Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza, die anhaltende Aggression Russlands gegen die Ukraine sowie Militärputsche und dschihadistische Gewalt in Afrika forderten zehntausende Opfer. Militärische Interventionen in Konflikte zeigen dagegen kaum Erfolge, auch die Bekämpfung von Armut und Hunger stockt. Weltweit setzen zudem extremistische Bewegungen die Demokratien unter Druck. Unter dem Titel "Welt ohne Kompass" empfiehlt das Friedensgutachten 2024 erste Schritte, um Gewaltspiralen zu durchbrechen und Konfliktursachen zu bearbeiten. Am Montag, den 10. Juni 2024, stellen die vier führenden deutschen Friedens- und Konfliktforschungsinstitute ihr diesjähriges Friedensgutachten vor.

Über das Friedensgutachten:

Das Friedensgutachten ist die jährlich erscheinende Publikation des Bonn International Centre for Conflict Studies (bicc), des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), des Instituts für Entwicklung und Frieden der Universität Duisburg-Essen (INEF) und des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF). Die führenden deutschen Friedens- und Konfliktforschungsinstitute analysieren darin aktuelle internationale Konflikte, zeigen Trends der internationalen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik auf und geben klare Empfehlungen für die Politik. Interdisziplinäre Autor:innenteams arbeiten gemeinsam an den Kapiteln und bringen verschiedene Blickwinkel ein. Weitere Informationen finden Sie unter www.friedensgutachten.de.
 

Sie sind die gefährlichste Waffengattung der Welt: Kernwaffen. Neun Staaten besitzen sie zurzeit. Die allgemeine nukleare Strategie basiert auf Abschreckungslogik: Im Falle eines Angriffes besteht die Möglichkeit eines vernichtenden Vergeltungsschlags. Seit den 1950er Jahren halten die USA und Russland (damals Sowjetunion) nukleare Waffen in Alarmbereitschaft, die in wenigen Minuten abgefeuert werden können. Obwohl der Kalte Krieg mittlerweile Geschichte ist, gibt es diese Einsatzbereitschaft weiterhin. Mit dem Ukrainekrieg im Februar 2022 ist das wieder schlagartig ins öffentliche Bewusstsein gerückt, denn seitdem droht der russische Präsident Putin unverhohlen mit dem Einsatz von Kernwaffen.

IFSH-Wissenschaftler Dr. Moritz Kütt hat sich in einem Forschungsprojekt mit der Frage beschäftigt, wie ein politischer Entscheidungsträger wie z.B. der US-Präsident, der die alleinige Entscheidungsgewalt über den Einsatz dieser Waffengattung hat, in einer maximalen Stresssituation entscheidet, ob er einen Nuklearschlag anordnet oder nicht. Dazu entwickelte er zusammen mit Prof. Sharon Weiner (American University) eine Virtual-Reality-Simulation, bei der Teilnehmende in die Rolle des US-Präsidenten schlüpfen und innerhalb kürzester Zeit auf einen (vermeintlichen) russischen nuklearen Angriff reagieren müssen. Wie urteilen Menschen in so einer Situation und wie begründen sie, was sie tun? Im Abendsalon stellt Dr. Moritz Kütt die Ergebnisse vor, gibt Einblicke in seine Forschung und erklärt, unter welchen Umständen es zu einer nuklearen Eskalation kommen könnte.

Diese Veranstaltung ist Teil des „Abendsalon“-Formats der Hamburger Bar HADLEY’S, das in Zusammenarbeit mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. jeden Montagabend stattfindet. IFSH-Friedensforscher:innen geben jeden 1. oder 2. Montag im Monat im HADLEY’S Einblicke in ihre Forschung und tauschen sich mit dem Publikum aus. 

Anhaltende Krisen und eskalierende Gewalt weltweit, eine polarisierte Staatengemeinschaft, ein reformbedürftiger Sicherheitsrat, schwindende Unterstützung für Friedenseinsätze und kaum Chancen, die 17 Nachhaltigkeitsziele noch bis 2030 zu erreichen: Die Welt ist in Aufruhr und die Vereinten Nationen (UN) stehen vor großen Herausforderungen.

Mit dem von Deutschland und Namibia moderierten UN-Zukunftsgipfel im September sollen nun die Weichen gestellt werden, um die Vereinten Nationen fit für die Zukunft zu machen. Was kann der Gipfel erreichen? Was muss sich ändern, damit die UN auf derzeitige und künftige Krisen reagieren kann? Welche Rolle hat sie in einer sich verändernden Weltordnung und komplexen Konfliktlandschaft? Bei diesen und weiteren Fragen werden wir ein besonderes Augenmerk auf die Rolle von jungen Menschen sowie ihre Perspektiven und Prioritäten richten.

Gemeinsam mit der UN-Jugenddelegierten 2023/2024 Ilka Essig und dem IFSH-Wissenschaftler Dr. Holger Niemann werden diese Themen in der Hamburger Innenstadt diskutiert. Die Veranstaltung wird eingeleitet von Dr. Meik Woyke, dem Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung (BKHS). Kirsten Hartmann, wissenschaftliche Assistenz in der Programmlinie Europa und internationale Politik der BKHS, moderiert den Abend.

Anmeldung
Es handelt sich um eine Veranstaltung der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung. Bitte melden Sie sich über die Website der Stiftung zu dieser Veranstaltung an.  

In einer Zeit, in der geopolitische Spannungen und Sicherheitsbedrohungen zunehmend komplexer werden, lädt die Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion zu einem Dialog über die Zukunft der Sicherheitspolitik ein.

Auf dem Panel sind: 

Boris Pistorius, Bundesverteidigungsminister
Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg 
Falko Droßmann, Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Bezirksamtsleiter und Blauhelmsoldat 
Prof. Dr. Ursula Schröder, IFSH-Direktorin

Daphne Sager moderiert.
 

Die Diskussion ist Teil des Festivalprogramms "Könnt' Ja Gut Werden", das die Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion zusammen mit den JUSOS Hamburg veranstaltet. Weitere Infos finden Sie auf der Festival-Website und auf diesem PDF-Flyer.

ANMELDUNG
Sie können sich hier zu der Veranstaltung anmelden.
 


Foto Pistorius: Bundeswehr/Jankowski
Foto Droßmann: Photothek
Foto Schröder: IFSH
Foto Tschentscher: Senatskanzlei Hamburg

Die enormen Auswirkungen der Klimakrise sind für viele Menschen schwer zu erfassen. Bilder bieten jedoch einen Zugang zu ungewissen Zukunftsszenarien und ermöglichen es, sich das Unvorstellbare vorzustellen. Die Ausstellung “Climate no Future” im Pop-Up Art Space Grindelallee 129 in Hamburg beleuchtet die Bildsprache der Klimabewegung und ihren Kampf für die Zukunft aus Sicht der Aktivist:innen.

Gezeigt werden 34 Fotografien, aufgenommen von Mitgliedern dreier bedeutender Klimabewegungen unserer Zeit: Extinction Rebellion, Fridays for Future und die Letzte Generation. Die Fotografien und begleitende Zitate der Aktivist:innen dokumentieren die Ängste, Hoffnungen und Forderungen der Generation Anthropozän – einer Generation, die auf einem sich zunehmend verändernden und unsicheren Planeten aufwächst. Mit dem Fokus auf das soziale Umfeld und die Zukunftsvisionen von Klimaaktivist:innen bricht die Ausstellung mit der traditionellen Ästhetik der Klimakrise. Die Bilder dienen als visueller Dialog, der zum Nachdenken über unser kollektives Handeln, unsere Verantwortung und die Möglichkeiten für Veränderung anregt.

Die Ausstellung ist Teil des Forschungsprojektes Security Imaginaries of Climate Movements (SECIMA), das von der Universität Groningen und der Universität Hamburg finanziert und von Dr. Delf Rothe (IFSH) und Dr. David Shim (Universität Groningen) geleitet wird. In SECIMA wurden neue methodische Wege erprobt, indem Klimaaktivist:innen als ‘Citizen Scientists’ an der Sammlung und Auswertung der visuellen Daten beteiligt wurden. Dadurch ergaben sich neue Perspektiven auf die Klimabewegung und die sie motivierenden Zukunftsbilder. 

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist vom 4.10. bis zum 14.10. täglich von 13:00-18:00 Uhr geöffnet. Am Montag, den 7.10. bleibt die Ausstellung geschlossen. 
Eintritt frei.

Anmeldung zur Ausstellungseröffnung:

Bitte melden Sie sich über diesen Link (Google Form) zu unserer Ausstellungseröffnung am 4. Oktober um 19.30 Uhr an: https://t1p.de/k462b

Wie beeinflussen Bilder und visuelle Medien unsere Vorstellungen von den möglichen Auswirkungen des Klimawandels? Und wie beeinflussen solche Zukunftsbilder die Möglichkeiten des politischen Handelns im Hier und Jetzt? Klimadiskurse sind häufig geprägt von dystopischen Bildern eines drohenden ökologischen Kollapses: schmelzende Eisberge, verdorrte Steppen, überflutete Kleinstädte. Schwieriger scheint es hingegen zu sein, sich eine gelungene sozial-ökologische Transformation bildhaft vorzustellen. Dies hat unmittelbare politische Relevanz: Bilder transportieren Emotionen wie Angst, Hoffnung und Wut. Sie können das Vorstellungsvermögen ihrer Betrachter:innen erweitern oder einschränken, können Ansporn sein, sich politisch zu engagieren – oder eben dies erschweren.

Um diese Kraft der Bilder, ihren Einfluss auf unser Vorstellungsvermögen und klimapolitische Entscheidungen geht es bei der Podiumsdiskussion „Climate no Future? Zukunftsvorstellungen und politisches Handeln in der Klimakrise“ am 7. Oktober 2024. Die Veranstaltung bringt Fachleute aus Wissenschaft und Kultur mit Klimaaktivist:innen zusammen, um politische Strategien in Zeiten des Klimawandels und der Omnipräsenz (digitaler) Bilder zu erörtern. Das Symposium ist Teil der Fotoausstellung “Climate No Future”. Die Ausstellung, die am 4. Oktober in der Pop up-Galerie in der Grindelallee 129 in Hamburg eröffnet wird, zeigt die Sicht von Aktivist:innen von Fridays for Future, Extinction Rebellion und der Letzten Generation auf die Klimakrise. Dabei werden nicht nur Gewalt und Verlust als Folge des Klimawandels veranschaulicht, sondern auch positive Zukunftsbilder aufgezeigt, die von Hoffnung und Fürsorge geprägt sind und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, um der Klimakrise zu begegnen.

Moderation: 
Ursula Schröder 
Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)

Es diskutieren: 

Christine Hentschel, Direktorin des DFG-Kollegs „Zukünfte der Nachhaltigkeit“, Universität Hamburg
Raúl Semmler, Schauspieler und Aktivist bei Letzte Generation
Annika Rittmann, Aktivistin und Pressesprecherin bei Fridays for Future
Cale Garrido, Fotoredakteurin und Kuratorin
Felix Anderl, Professor für Konfliktforschung, Universität Marburg

Empfang
Im Anschluss an die Diskussion laden wir alle Gäste um 20:00 Uhr zu einem Glas Sekt oder Saft in der Pop-Up Galerie Grindelallee 129 in Hamburg ein.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich über unser Online-Formular unter folgendem Link an: feedback.ifsh.de/vf/_PAwqLBEW

„Blessed are the peacemakers – selig sind, die Frieden stiften”. Mit diesen Worten aus dem Matthäus-Evangelium beginnt das Werk von Sir Karl Jenkins, einem der erfolgreichsten Komponisten Großbritanniens.

Gemeinsam mit dem Unterstufenchor des Walddörfer-Gymnasiums und einem Projektorchester führt der Konzertchor Walddörfer Kantorei Jenkins Oratorium „The Peacemakers“ am Sonnabend, den 12. Oktober um 17 Uhr in der Rockenhof-Kirche in Hamburg-Volksdorf auf.  

Das Konzert wird mit einem kurzen Impulsvortrag von Dr. Anna Kreikemeyer, Friedensforscherin am IFSH, zum Thema Frieden fachlich eingeleitet.

Weitere Informationen zum Konzert, Tickets und Preiskategorien gibt es auf der Seite der Walddörfer Kantorei.

Abschreckung und Verteidigung stehen im Mittelpunkt der deutschen Sicherheitsdebatte – nicht erst seit der Veröffentlichung der Nationalen Sicherheitsstrategie. Gleichzeitig sind die Rüstungskontrollabkommen in Europa weitgehend gescheitert und Russland zeigt weder im Krieg gegen die Ukraine noch in Rüstungsfragen Interesse an diplomatischen Lösungen. Deutschlands einst erfolgreicher Dreiklang aus Diplomatie, Abschreckung und Rüstungskontrolle funktioniert nicht mehr. Wie kann die deutsche Sicherheitspolitik vor diesem Hintergrund in Zukunft gestaltet werden?

In dieser Veranstaltung beleuchten wir das Spannungsfeld zwischen Diplomatie, Abschreckung und Rüstungskontrolle und diskutieren, wie Deutschland sich sicherheitspolitisch darin positionieren sollte. Dabei fragen wir, welche Konsequenzen ein Politikwandel Deutschlands für die globale Sicherheit und den Frieden hat. Zudem werfen wir einen Blick auf die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung. Steht Deutschland gut ein Jahr nach ihrer Veröffentlichung strategisch besser da? Welche Herausforderungen zeigen sich bei der Umsetzung?

Diese und weitere Fragen diskutieren wir mit Sarah Brockmeier-Large, Leiterin Berliner Büro PRIF, Roderich Kiesewetter, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Dr. Ulrich Kühn, Leiter Forschungsbereich Rüstungskontrolle und Neue Technologien, IFSH. 

Anja Dahlmann, Leiterin des IFSH Büro Berlin, moderiert die Veranstaltung.

Hinweise und Anmeldung

Der Einlass zur Veranstaltung startet um 18:30 Uhr. Nach der Diskussion laden wir Sie ein, bei einem Imbiss und Getränken den Abend entspannt ausklingen zu lassen. 

Bitte nutzen Sie für die Anmeldung zur Veranstaltung diesen Link. Anmeldeschluss ist der 14.10.2024. Wenn Sie Fragen haben, senden Sie diese bitte an berlin@remove-this.ifsh.de. Informationen zu den Aktivitäten des Berliner Büros des IFSH und den Berliner Veranstaltungsformaten finden Sie hier.

Die US-Amerikanerinnen und Amerikaner haben entschieden: Donald Trump soll erneut ihr Präsident werden. Das mächtigste Land der Welt wird künftig also von einem Mann geführt, der für unberechenbar gehalten wird. Und der sich der Kritik ausgesetzt sieht, dass er für einen autokratischen Regierungsstil stehe, populistische Entscheidungen treffe und mitunter demokratische Errungenschaften in Abrede stelle. Welche Auswirkungen hat Trumps Wiederwahl? Was bedeutet der Ausgang der US-Wahlen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den USA, für die Politik bei uns in Europa, für die beiden Kriege in der Ukraine und Gaza und für die Weltwirtschaft? Darüber wollen Expertinnen und Experten sprechen. Auf Einladung des Fachschaftsrats Sozialwissenschaften der Universität Hamburg diskutieren:

Prof. Dr. Astrid Böger, Professorin für Amerikanistik an der Universität Hamburg
Dr. habil. Cornelius Friesendorf, Wissenschaftlicher Referent und Leiter des OSZE-Forschungszentrums am IFSH
Julia Lange, Dozentin für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Hamburg
Prof. Dr. Vera Tröger, Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Hamburg

Die Podiumsdiskussion moderiert Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Deutungshoheit über Wahrheit und Lüge begleiten politische Machtkämpfe seit jeher. Im Zeitalter von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz haben der Streit um legitimes Wissen und die Mobilisierung mittels Desinformationen, Verschwörungstheorien und anderen Formen der Meinungsmanipulation und Diffamierung jedoch erheblich an Dynamik gewonnen. Zudem nutzen rechtsextreme und populistische Akteur:innen digitale Kommunikationskanäle und die neuen technischen Möglichkeiten der KI strategisch, um antidemokratische politische Ideen und menschenverachtende Inhalte zu verbreiten. Gepaart mit Verschwörungstheorien und Desinformationen dienen solche Inhalte als Vehikel zur politischen Mobilisierung. Sie schaffen Verunsicherung, schüren Misstrauen gegen demokratische Prozesse und Institutionen und unterminieren den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wie genau funktioniert diese Meinungsmanipulation durch Desinformation und Verschwörungstheorien und wie können wir unsere Demokratie und unsere Gesellschaft vor diesen Übergriffen schützen? Darüber diskutieren Expert:innen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft am 10. Dezember 2024 in der Hamburger Landesvertretung in Berlin. Dabei erläutern sie Mechanismen der Meinungsmanipulation, die durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz verstärkt werden können. Gleichzeitig geht es darum, wie gesellschaftliche und persönliche Resilienz gestärkt werden können – durch rechtliche Rahmensetzungen und Plattformregulierung gegen Hass und Hetze im Netz sowie durch Erkenntnisse über die psychologischen Prozesse, die Verschwörungstheorien verführerisch und anschlussfähig machen.

Begrüßung: 

Dr. Janina Pawelz, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)

Moderation: 

Maik Fielitz, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ Jena)

Diskussionsteilnehmer:innen:

Katharina Nocun,  Publizistin, Podcasterin & Expertin zu Digitalisierung und Demokratie

Prof. Dr. Annett Heft, Kommunikationswissenschaftlerin, Universität Tübingen und FU Berlin/ Weizenbaum Institut für die vernetzte Gesellschaft

Andreas Speit, Diplom-Sozialökonom, freier Journalist und Publizist, Kolumnist der taz Nord, Rechtsextremismusexperte

Stefan Uecker, Leiter des Referats H III 1 – Wehrhafte Demokratie und Extremismusprävention, Bundesministerium des Innern und für Heimat

Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung gibt es einen kleinen Empfang. 
 

ANMELDUNG

Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es sind keine weiteren Anmeldungen mehr möglich.

Für weitere Fragen steht Ihnen Dr. Janina Pawelz zur Verfügung. Kontakt: pawelz@remove-this.ifsh.de, https://neovex-projekt.de/.


Die Veranstaltung findet im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojekts „Muster und Dynamiken von Verschwörungstheorien und rechtsextremen Ideologien in Krisenzeiten (NEOVEX)“ statt.
 

Was sind die Herausforderungen, was aber die Chancen partizipativer Forschung in Zeiten wie diesen mit vielen komplexen Krisen? Darum geht es vom 25. bis 27. Juni 2025 auf einem Workshop, zu dem das IFSH internationale Forschende einlädt. Die Veranstaltung ist Teil des Beteiligungsprojekts „Doing Peace!“  – einem mehrjährigen Forschungsprogramm, in dem IFSH-Forscher:innen partizipative und praxisorientierte Methoden in der Friedens- und Sicherheitsforschung erproben.

Angesichts zahlreicher Krisen und zunehmender Komplexität sozialer und politischer Prozesse gewinnen Vorschläge an Bedeutung, die das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft überdenken und neu gestalten. Partizipative und transdisziplinäre Forschung, Aktionsforschung, Citizen Science und Real-World-Labs sind neue wissenschaftliche Formate, bei denen Forscher:innen mit Bürger:innen oder Praktiker:innen zusammenarbeiten. Diese neuen Forschungsansätze zielen darauf ab, mit den Menschen und nicht über sie zu forschen, indem sie ein Engagement „von unten“, die Begleitung und „Zusammenarbeit“ mit gesellschaftlichen und politischen Akteuren in den Mittelpunkt rücken. Dieses neue Paradigma wurde wegen seiner innovativen Art, mit der Gesellschaft zu interagieren, von der Forschung enthusiastisch aufgenommen. Es wirft aber auch Fragen zur Forschungsethik, zum Zugang zu und zur Nutzung von lokalem Wissen sowie zu Macht und Ungleichheiten in ko-kreativen Prozessen der Wissensproduktion auf. Dies gilt umso mehr für die Erforschung von Krisenreaktionen in Bereichen der Sicherheitspolitik, Friedenskonsolidierung, Klimaanpassung und humanitärer Governance, die ohnehin durch große Machtungleichgewichte zwischen den beteiligten Akteuren und Interessengruppen gekennzeichnet sind. 

Der Workshop konzentriert sich auf drei thematische Schwerpunkte:

  • Unsichere Zukünfte und Temporalitäten der Polykrise
  • Räumlichkeiten von Frieden und Konflikt
  • Technologien und Praktiken der Sicherheit

Der Workshop versteht sich als ein kreatives und interdisziplinäres Forum, in dem über die Chancen und Herausforderungen partizipativer Forschung diskutiert werden soll.

Teilnahme / Call for Papers

 Interessent:innen finden den Call for Papers hier. 

Bitte senden Sie ein Abstract (250 Wörter) bis Freitag, 21. Februar 2025, an doingpeace2025@remove-this.ifsh.de.

Workshop-Organisator:innen
Holger Niemann (niemann@remove-this.ifsh.de
Delf Rothe (rothe@remove-this.ifsh.de
Ursula Schröder (schroeder@remove-this.ifsh.de)

Anschläge wie die in Mannheim, Solingen und München zeigen: Islamismus und der islamistisch motivierte Terrorismus sind nach wie vor Themen von großer politischer und gesellschaftlicher Bedeutung. 

Vier Jahre lang haben Wissenschaftler:innen des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) untersucht, welche staatlichen und zivilgesellschaftlichen Maßnahmen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zur Islamismusprävention ergriffen worden sind. Das politische Handlungsfeld zeichnet sich durch eine Vielzahl von Akteuren aus, deren Interessen, Problemwahrnehmungen, Koordinationsmechanismen und Lösungsstrategien mitunter sehr verschieden sind. Eine Grundüberlegung des Projekts war es, trotz dieser Fragmentierungen, Interessengegensätze und politischen Durchsetzungskämpfe im Umgang mit dem Islamismus übergreifende Tendenzen und zugrunde liegende Logiken zu identifizieren.

Das Forschungsprojekt „Konfigurationen von gesellschaftlichen und politischen Praktiken im Umgang mit dem radikalen Islam“ (KURI) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Ministerium hatte sich zum Ziel gesetzt, genauer zu erfahren, welche gesellschaftlichen Ursachen und Auswirkungen der erstarkende Islamismus in Deutschland und Europa hat. 

Auf dieser Tagung stellen die Wissenschaftler:innen nun die wesentlichen Befunde ihrer Langzeitstudie vor und diskutieren darüber mit Expert:innen aus Wissenschaft, Politik, Polizei und der Zivilgesellschaft. Dabei geht es unter anderem darum, wie die Bevölkerung, die Sicherheitsbehörden und die Politik Islamismus in Deutschland wahrnehmen und darstellen.

Eine weitere Diskussionsrunde befasst sich mit der Frage, mit welchen rechtlichen Bestimmungen und praktischen Maßnahmen sowohl Staat als auch zivilgesellschaftliche Einrichtungen auf islamistische Anschläge und Bedrohungen reagiert haben. Das Abschlusspodium thematisiert aktuelle Herausforderungen und Chancen beim Umgang mit dem Islamismus, nicht zuletzt mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl.

Wir bitten um Anmeldung (es gibt eine begrenzte Raumkapazität) über folgende Webseite: https://feedback.ifsh.de/vf/_NLncABBd

Weitere Informationen zum Programm finden sie hier

Für Fragen stehen Ihnen Martin Kahl (kahl@remove-this.ifsh.de) und Julian Junk (junk@remove-this.prif.org) zur Verfügung. 

Am 8. Mai 2025, genau 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, findet eine internationale Konferenz über die künftigen Herausforderungen für Sicherheit und Frieden statt, in die das IFSH eng eingebunden ist. Die Konferenz, die vom Flämischen Friedensinstitut ausgerichtet wird, möchte Friedensforscher und -forscherinnen aus ganz Europa sowie Interessierte zusammenbringen, um die wichtigsten gegenwärtigen Herausforderungen für Frieden und Sicherheit zu identifizieren.

Durch einen intensiven Austausch zwischen politischen Entscheidungsträger:innen, Wissenschaftler:innen und der Zivilgesellschaft möchte die Veranstaltung neue Erkenntnisse austauschen und lösungsorientierte Ergebnisse diskutieren - und damit Perspektiven für Forschung und Politik aufzeigen. Fünf Themenschwerpunkte stehen im Mittelpunkt: 

  • Frieden aus feministischer Sicht
  • Frieden & Klima
  • lokaler Frieden
  • Frieden und neue Technologien
  • Europa, Frieden und Sicherheit

Die Konferenz ist die Eröffnungsveranstaltung der Peace Research Community Europe, kurz PEACE, einem transeuropäischen Netzwerk von Friedens- und  Konfliktforschungszentren sowie Forscher:innen aus ganz Europa. Das Netzwerk wird gefördert von European Cooperation in Science and Technology, kurz COST Association, die von der Europäischen Union finanziert wird. Ziel des Netzwerks ist es ein besseres Verständnis der aktuellen Herausforderungen für Frieden und Sicherheit zu erzielen. 

Das IFSH ist eines der Institute, die das Projekt initiiert haben. Ursula Schröder und Holger Niemann leiten dort die Arbeitsgruppe zu Europa, Frieden und Sicherheit. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier.

Programm und Anmeldung

Die Konferenz findet im Flämischen Parlament in Brüssel statt. Weitere Informationen zum Programm und der Teilnahme finden Sie hier.